Parlamentskorrespondenz Nr. 951 vom 29.12.2006

Wir gratulieren

Wien (PK) – Im Jänner feiern folgende ehemalige MandatarInnen runde Geburtstage:

der ehemalige Abgeordnete Otto LIBAL (S) – 90. Geburtstag am 1. Jänner,

der ehemalige Bundesrat Karl WÖLLERT (S) – 65. Geburtstag am 3. Jänner,

der ehemalige Abgeordnete Volksanwalt Mag. Hilmar KABAS (F) – 65. Geburtstag am 6. Jänner,

der ehemalige Bundesrat und Abgeordnete Alois ALBERER (S) – 85. Geburtstag am 7. Jänner,

der ehemalige Abgeordnete Dr. Gerhart BRUCKMANN (V) – 75. Geburtstag am 9. Jänner,

der ehemalige Präsident des Bundesrates Gottfried JAUD (V) – 70. Geburtstag am 9. Jänner,

die ehemalige Abgeordnete Hildegard SCHORN (V) – 60. Geburtstag am 10. Jänner,

der ehemalige Präsident und Vizepräsident des Bundesrates Johann PAYER (S) – 60. Geburtstag am 11. Jänner,

der ehemalige Abgeordnete Dkfm. Dr. Albert STEIDL (V) – 80. Geburtstag am 12. Jänner,

der ehemalige Abgeordnete Komm.-Rat Wilhelm NIEDERHUEMER (F) – 60. Geburtstag am 20. Jänner,

der ehemalige Abgeordnete Karl NEUWIRTH (S) – 75. Geburtstag am 21. Jänner,

der ehemalige Abgeordnete Ökonomierat Georg SCHWARZENBERGER (V) – 65. Geburtstag am 23. Jänner,

die ehemalige Bundesrätin Ilse GIESINGER (V) – 60. Geburtstag am 26. Jänner,

der ehemalige Abgeordnete Helmut WEINBERGER (S) – 75. Geburtstag am 30. Jänner.

Volksanwalt Hilmar Kabas 65

Volksanwalt Hilmar Kabas feiert am 6. Januar seinen 65. Geburtstag. Geboren 1942 in Wien, besuchte er dortselbst nach der Volksschule ein Realgymnasium, um nach der Matura 1960 an der Wiener Universität ein Jus-Studium zu beginnen, das er mit dem Magistertitel abschloss. Nach dem Gerichtsjahr trat Kabas in die Finanzverwaltung ein.

Schon frühzeitig hatte Kabas begonnen, sich politisch zu betätigen, so war er ab 1961 Landesobmann des Wiener RFJ. 1975 wurde er Bezirksobmann der FPÖ Innere Stadt, 1977 zog er in den FPÖ-Landesparteivorstand ein, und ein Jahr später avancierte er zum Mitglied der Bundesparteileitung. In jenem Jahr 1978 wurde Kabas zudem für die FPÖ Bezirksrat in der Wiener Innenstadt.

Ab 1981 war Kabas stellvertretender Landesparteiobmann der Wiener FPÖ, ein Amt, das er bis 1998 bekleidete, als er schließlich zum Vorsitzenden der Wiener Freiheitlichen gewählt wurde, was er bis 2004 bleiben sollte, als ihm Heinz-Christian Strache in diesem Amt nachfolgte. Nach dem Nationalratswahlen 1983 zog Kabas für seine Partei, die in der Folge eine Koalition mit der SPÖ einging, in den Nationalrat ein. Im Nationalrat engagierte sich Kabas primär in Finanz- und Wirtschaftsfragen.

Nach den vorzeitigen Neuwahlen im November 1986 schied Kabas allerdings aus der Bundespolitik wieder aus, um sich neuerlich der Wiener Kommunalpolitik zu widmen. Er war lange Jahre Landtagsabgeordneter in Wien, 1990 bis 1996 Stadtrat und danach Zweiter Präsident des Wiener Landtages, ehe er ab 1998 die Funktion des Klubobmanns seiner Partei im Wiener Rathaus innehatte.

Nach der Abspaltung des BZÖ von der FPÖ übernahm Kabas im April 2005 den Bundesvorsitz der FPÖ, den er freilich nach dem nächsten Parteitag gleichfalls an Strache übergab. Im November 2006 wurde Kabas als Nachfolger von Ewald Stadler zum Volksanwalt gewählt, welches Amt er seitdem ausübt.

Gottfried Jaud 70

Der ehemalige Präsident des Bundesrates, Gottfried Jaud, feiert kurz nach Jahresbeginn seinen 70. Geburtstag. Geboren am 9. Jänner 1937 in Jenbach, besuchte er nach Absolvierung der Pflichtschulen zunächst die Bundesgewerbeschule für Maschinenbau in Bregenz und erlernte den Beruf eines Sägewerkers. Nach der mittleren Reife, die Jaud in Rosenheim erwarb, studierte er an der dortigen Ingenieurschule und schloss diese als Betriebstechniker der Holzindustrie ab. 1965 bestand Jaud die Meisterprüfung für das Tischlergewerbe. Nachdem er lange Jahre Betriebsleiter des elterlichen Sägewerks gewesen war, machte sich der spätere Politiker 1970 als Tischlermeister selbständig.

Schon in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts im Österreichischen Wirtschaftsbund aktiv, arbeitete Jaud in den ÖVP-Organisationen seiner Heimatstadt Jenbach und des politischen Bezirks Schwaz mit. 1980 wählte ihn der Jenbacher Gemeinderat zum Vizebürgermeister, ab 1987 war Jaud auch ÖVP-Bezirksparteiobmann in Schwaz.

Am 4. April 1989 trat Jaud sein Amt als Bundesrat für das Land Tirol an, eine Funktion, die er bis Ende Juni 1999 ausübte. 1994 wurde er als Erstgereihter seiner Fraktion in diesem Amt wiedergewählt. Vom 1. Juli bis zum 31. Dezember 1994 war Jaud erstmals Präsident der Länderkammer. Jauds Verdienst war es unter anderem, die Gespräche um

eine Europaregion Tirol zu vertiefen und voranzutreiben. Seine bilateralen Gespräche mit den Repräsentanten Südtirols bzw. Trients bedeuteten einen wichtigen Impuls für die Stärkung regionaler Interessen in einem zusammenwachsenden Europa. Überdies war Jaud ein konsequenter Vertreter der Interessen klein- und mittelständischer Betriebe und als solcher weit über die Grenzen seiner Fraktion und des Bundeslandes Tirol anerkannt und geschätzt. In der ersten Jahreshälfte 1999 übte Jaud abermals das Präsidentenamt des Bundesrates aus, ehe er sich in einen aktiven Ruhestand zurückzog.

(Schluss)

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