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Warum hat die österreichische Bundesregierung es unterlassen, gemäß dem Grundsatz der Sparsamkeit, Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit eine Anpassung der Kosten der österreichischen Präsidentschaft im Vergleich zu Deutschland vorzunehmen? 2. Ist eine ordentliche Durchführung einer Präsidentschaft bei einem Budget von acht Millionen Mark möglich? - Wenn ja, warum gibt Österreich dann so viel mehr aus? - Wenn nein, heißt das, daß Deutschland seine Präsidentschaft unzureichend organisiert hat? - Wenn nein, hat Deutschland seine letzte Präsidentschaft nicht ordentlich durchgeführt? 3. Haben Sie Vergleiche mit den von anderen Staaten für die Ausrichtung der EU - Präsidentschaft aufgewendeten Kosten angestellt? - Wenn ja, wie sieht dieser Vergleich aus? - Wenn nein, warum nicht?” Ich beehre mich, diese Anfrage wie folgt zu beantworten: In der Einleitung zur Anfrage wird die Feststellung getroffen, daß die österreichische EU - Ratspräsidentschaft rund 800 Millionen Schilling kosten wird. Wie weiter ausgeführt wird, wurden in diese Kostenschätzung die Ausgaben sämtlicher Ministerien, der Länder und der Gemeinden eingerechnet. Da dem Bundesministerium für auswärtige Angele - genheiten kein Überblick über die zu erwartenden Gesamtausgaben aller öffentlichen Stellen für die EU - Ratspräsidentschaft vorliegt, kann die Richtigkeit des erwähnten Betrages von 800 Millionen Schilling nicht bestätigt werden. Aus der Anfragebeantwortung der deutschen Bundesregierung, auf die in der vorliegenden parlamentarischen Anfrage Bezug genommen wird, geht lediglich hervor, daß für die in der Anfragebeantwortung aufgezählten Treffen (das sind die ordentliche Tagung des Europäischen Rates in Essen und 13 informelle Ministertreffen) 8,065.000,- DM budgetiert wurden. Eine Aussage über die Kosten sonstiger Treffen, die während der letzten deutschen Ratspräsidentschaft stattgefunden haben (Tagungen auf Experten - und Beamtenebene), wurde nicht getroffen. In der Anfragebeantwortung wird weiters nicht ausgeführt, ob und ggf. welche sonstigen öffentlichen Ressourcen bzw. Ressourcen von dritter Seite für die organisatorische Bewältigung der deutschen EU - Ratspräsidentschaft 1994 herangezogen wurden und wie hoch die im Zusammenhang mit der organisatorischen Bewältigung der EU - Ratspräsidentschaft angefallenen Personalkosten waren. Auch wird in der Anfragebeantwortung, die knapp vor der Halbzeit der deutschen EU - Ratspräsidentschaft erfolgte, keine Aussage über den schließlichen Ausgabenerfolg getroffen. Generell ist im Zusammenhang mit dem in der vorliegenden parlamentarischen Anfrage angestellten Kostenvergleich darauf hinzuweisen, daß die Europäische Union im Jahr 1994 12 Mitglieder hatte und daß es lediglich 9 Amtssprachen gab. Seit 1995 hat die Europäische Union 15 Mitglieder und 11 Amtssprachen. Bereits daraus ergibt sich, daß die organisatorische Dimension sämtlicher Tagungen, an denen alle EU - Mitgliedstaaten teilnehmen, eine unterschiedliche ist. In der vorliegenden parlamentarischen Anfrage wird ein Vergleich zwischen den von den Anfragestellern auf 800 Millionen Schilling geschätzten Gesamtkosten der österreichischen EU - Ratspräsidentschaft und den in der Anfragebeantwortung der deutschen Bundesregierung angeführten Budgetposten in Höhe von 8,065 Millionen DM für die erwähnten 14 Treffen gezogen. Aus den angeführten Gründen erscheint dieser Vergleich sachlich nicht zutreffend, da offenkundig verschieden definierte Kostenfaktoren miteinander verglichen werden. Die Bundesregierung hat das Parlament über ihre Zielsetzungen im Zusammenhang mit der österreichischen EU - Ratspräsidentschaft mehrfach informiert. Dabei soll die föderalistische Staatsstruktur Österreichs bei der Durchführung der EU - Ratspräsidentschaft dadurch reflektiert werden, daß in jedem Bundesland zumindest ein informelles Treffen auf Regierungsebene stattfindet. Gerade im Hinblick darauf, daß es sich um die erste Ratspräsidentschaft Österreichs handelt, erschien es der Bundesregierung wichtig, den EU - Partnern die Vielfalt Österreichs, aus der sich in vielen Fällen auch die sachliche Berechtigung einzelner Positionen der österreichischen EU - Politik ergibt, nahezubringen. Von einer Tourismus -Werbeveranstaltung kann schon allein deshalb keine Rede sein. Zu Frage 1 und 2: Die Budgetierung der Kosten für die österreichische EU - Ratspräsidentschaft erfolgte unter Bedachtnahme auf den zum Zeitpunkt der Budgetierung zu erwartenden Bedarf an Budgetmitteln. Zum Zeitpunkt der Erstellung der Bundesfinanzgesetze für 1998 und 1999 lagen wesentliche Entscheidungen betreffend den Tagungskalender der österreichischen EU - Ratspräsidentschaft noch nicht vor. So wurde zum Beispiel erst beim Europäischen Rat in Cardiff im Juni1998 beschlossen, daß während der österreichischen EU - Ratspräsidentschaft ein informelles Treffen der Staats - und Regierungschefs der EU in Österreich stattfinden soll. Der in der vorliegenden Anfrage gezogene Vergleich zu einem Teil der Kosten der letzten deutschen EU - Ratspräsidentschaft ist sachlich nicht richtig. Es wäre daher wenig realistisch gewesen, bei der Einschätzung des Budgetbedarfs für die österreichische EU - Ratspräsidentschaft 1998 lediglich auf die in der Anfragebeantwortung der deutschen Bundesregierung vom 22.9.1994 angeführten Kosten der deutschen EU - Ratspräsident - schaft 1994 abzustellen. Die Gesamtkosten der organisatorischen Durchführung einer EU - Ratspräsidentschaft hängen ganz wesentlich von folgenden Faktoren ab: - Anforderungen an die jeweilige Präsidentschaft, die sich aus dem Stand des gesamten Spektrums der EU - Politik zum Zeitpunkt der Übernahme der Präsidentschaft ergeben, - Tagungskalender, - zur Verfügung stehende materielle und personelle staatliche Ressourcen, die für diese Aufgabe mobilisiert werden können, - zur Verfügung stehende materielle und personelle Ressourcen von dritter Seite, die für diese Aufgabe zur Verfügung gestellt werden. Die budgetäre Verwaltung der österreichischen EU - Ratspräsidentschaft erfolgt in Übereinstimmung mit der bestehenden Rechtslage nach den Gesichtspunkten der Wirtschaftlichkeit, Sparsamkeit und Zweckmäßigkeit. Die Beurteilung der letzten deutschen Ratspräsidentschaft ist nicht Gegenstand der Vollziehung des Bundes; Österreich war darüber hinaus noch nicht Mitglied der EU. Zu Frage 3: Die Budgetierung der organisationsbezogenen Kosten erfolgt in jedem EU - Mitgliedstaat nach etwas unterschiedlichen Kriterien (Abgrenzung zwischen einer allfälligen zentralen Budgetgestion und Budgetierung zu Lasten der jeweiligen Ressortbudgets; Abgrenzung zwischen Aufgaben, die eine Staatsverwaltung mit eigenen Ressourcen wahrzunehmen imstande ist und jenen, die im Wege des Zukaufs von Ressourcen und Dienstleistungen abgedeckt werden), weshalb direkte Vergleiche nicht ohne weiteres möglich sind. Das Ergebnis der vom BMaA angestellten Erhebungen ließ die Schlußfolgerung zu, daß für die organisatorische Durchführung jener Aufgaben, die gemäß Ministerratsbeschluß vom 4.12.1996 aus dem Zentralbudget abzudecken sind, ein Kostenrahmen zwischen 300 und 400 Millionen Schilling erforderlich sein dürfte. Mit der Dotierung des Zentralbudgets mit insgesamt 350 Millionen Schilling sollte daher bei entsprechend sparsamer Gestion und unter der Voraussetzung, daß keine unerwarteten Anforderungen an die österreichische EU - Ratspräsidentschaft gestellt werden, aus denen sich erhebliche zusätzliche Kostenbelastungen ergeben, das Auslangen gefunden werden. ¡¤Ð/¥à=¦H§H¨‰©nªµ!Ï!ýûuce¿:;†Ö"/0…¡Ú2;•æGcdžúT¨õH ž Û Ü & y Ï % { Ò & { Õ  n Ä þþþþþþþþþþþþþþþþþþþþþþþþþþþþþþþþþþþþþþþþþþþþþ-&'zÍ!vÍôõK”å7ŠäV¨ñGžéEœõ!"~Ë!vÌqŽ�ç:“ç;Tþþþþþþþþþþþþþþþþþþþþþþþþþþþþþþþþþþþþþþþþþþþþþ-TU¨Ú1‰�öv¦§ùEyzÍ ,-„Ü/€Ô%xÍ V W ¯ ù M!š!µ!þþþþþþþþþþþþþþþþþþþþþþþþþþþþþþþþþþþþ$K@ñÿNormala"A@òÿ¡"Default Paragraph FontþOò Plain Text]µµ!ÿÿÿÿÏ!Tµ!ÿ@C�Times New Roman �Symbol "�Arial1�Courier New"€Ä©Ä)†Ä)†qR ƒ6CParlamentarische MaterialienMartin Povazayvanik þÿÿÿýÿÿÿþÿÿÿ"þÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿþÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿRoot Entry…E�’¸ÿÿÿÿÿÿÿÿ ÀFp-Ò‹Æç½€WordDocumentÿÿÿÿØÙÿÿÿÿž+CompObjÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿjSummaryInformation(ÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÄþÿÿÿ þÿÿÿ þÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿþÿ ÿÿÿÿ ÀFMicrosoft Word Document MSWordDocWord.Document.6ô9²qþÿà…ŸòùOh«‘+'³Ù0”�˜ÀÌäðü  ( P \ ht|„ŒäParlamentarische MaterialienMartin PovazayNormalvanik1Microsoft Word for Windows 95pDocumentSummaryInformation8ÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿ ìÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿÿþÿ ÿÿÿÿ ÀFMicrosoft Word-Dokument MSWordDocWord.Document.8ô9²q„äParlamentsdirektion6 Parlamentarische Materialien@@hÀiÆç½@hÀiÆç½qRþÿÕÍÕœ.“—+,ù®0¼@Hdl t| „äParlamentsdirektion6 Parlamentarische Materialien