RN/35
12.05
Bundesrat Christoph Thoma (ÖVP, Vorarlberg): Herr Präsident, vielen Dank! Herr Kollege Guggenberger, glauben Sie mir, ich lerne von Ihnen und von der gesamten FPÖ-Fraktion dazu, wenn Sie mir unterstellen, ich würde nicht zum Thema reden. Also ich bin ja schon auf die Mercosur-Debatte gespannt, in der Sie dann wieder Ihre vorbereiteten Beiträge herunterlesen, die wahrscheinlich nur am Rande mit Mercosur zu tun haben.
Ich bitte Sie aber nur um eines, Herr Guggenberger: „Drecksarbeit“ macht in Österreich gar niemand – damit das klar ist. (Beifall bei ÖVP, SPÖ und Grünen sowie der Bundesrätin Deutsch [NEOS/W]. – Bundesrat Spanring [FPÖ/NÖ]: Du bist so ein Moralist!) Diese Wörter sind einfach völlig unangebracht gegenüber jedem Menschen, der in Österreich arbeitet, der täglich seine 8 bis 10 Stunden arbeiten geht. „Drecksarbeit“: Sparen Sie sich das! Das ist eine überflüssige Bezeichnung mit Bezug auf Menschen (Bundesrat Spanring [FPÖ/NÖ]: So eine Heuchelei wieder!), die hart arbeiten, die ihre Steuern zahlen, die – und das ist gut so – unser System aufrechterhalten. – Ich will es nicht weiter hinausziehen.
Auch das Thema Arbeitskräftemangel: Ja, da haben Sie (in Richtung FPÖ) schon recht. Das heißt, wir brauchen eine Zuzug in den Arbeitsmarkt – damit das auch klar ist. (Bundesrat Spanring [FPÖ/NÖ]: Ein Wahnsinn! ... Zuwanderung! Sehr gut!) Also es wird mit Ihrer Festung Österreich nicht funktionieren. Wir brauchen eine Zuwanderung in den Arbeitsmarkt, damit wir das erfüllen können, was Sie fordern.
Jetzt gehe ich in die Mittagspause. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP, bei Mitgliedern des Bundesrates von der SPÖ sowie der Bundesrätin Deutsch [NEOS/W].)
12.07
Vizepräsident Daniel Schmid: Weitere Wortmeldungen liegen dazu nicht vor. – Zu Wort gemeldet hat sich Herr Bundesrat Andreas Arthur Spanring.
Die angezeigte Rede ist noch nicht nach § 65 Abs. 2 GO-BR autorisiert.