RN/59

13.55

Bundesrat Mag. Bernhard Ruf (ÖVP, Oberösterreich): Ich möchte nur ganz kurz den Diskurs sozusagen leben, denn eines verstehe ich beim Thema Latein und KI noch nicht: Warum reduziert man bei einer Sprache, die nur 5 Prozent erlernen, um Platz für die KI zu schaffen? Wie macht man es dann in der HLW? Reduziert man dann die Stunden für Kochen, denn der Thermomix war ja auch in der Entwicklung einschneidend? (Heiterkeit bei ÖVP und SPÖ.) Wie macht man es in der Bafep? Wie macht man es in der HAK? Buchhaltung funktioniert ja auch immer mehr maschinell. Also dieses Kaprizieren auf diese Sprache, die man ja braucht, um die Chatbots zu bedienen, verstehe ich nicht. 

Ich habe heute einen Artikel in der „Presse“ gelesen: Chatbots lassen sich austricksen, wenn man den Text möglichst poetisch formuliert. Dann kommt man auch zu Anleitungen fürs Bombenbauen und solchen Sachen. Warum wird sozusagen beim Werkzeug, das man für Chat-GPT braucht, für die künstliche Intelligenz, für die AI, angesetzt, warum schneidet man genau dort ein bisschen etwas weg und reduziert die Stunden? Das ist für mich die Frage, die sich nach wie vor stellt, und die möchte ich einfach noch einmal artikulieren und im Raum stehen lassen. – Danke vielmals. (Beifall bei der ÖVP.) 

13.56

Präsident Markus Stotter, BA: Herzlichen Dank.

Weitere Wortmeldungen dazu liegen nicht vor. – Doch: Herr Bundesrat Spanring.

Die angezeigte Rede ist noch nicht nach § 65 Abs. 2 GO-BR autorisiert.