4367/J-BR/2026
Eingelangt am 05.02.2026
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ANFRAGE
des Bundesrats Peter Samt
an den Bundesminister für Innovation, Mobilität und Infrastruktur
betreffend Status quo beim Semmeringbasistunnel
Der Semmeringbasistunnel zählt zu den größten und kostenintensivsten Infrastrukturprojekten der Republik Österreich und stellt ein zentrales Vorhaben der österreichischen Verkehrspolitik dar. Aufgrund seines Umfangs, der langen Projektlaufzeit sowie der erheblichen budgetären Auswirkungen, besteht bei der Umsetzung des Projekts eine besondere parlamentarische Kontroll- und Informationspflicht.
Auch wenn das Vorhaben prinzipiell positiv beurteilt werden kann, so ist es auch Faktum, dass es seit dem Projektstart wiederholt zu Kostensteigerungen, Termin-verschiebungen und Anpassungen des Projektumfangs kam, deren Ursachen und Auswirkungen für das Parlament und die Öffentlichkeit nur teilweise transparent nachvollziehbar sind.
Von besonderem Interesse sind auch die Auswirkungen des Projekts auf die bestehende Semmeringbahn sowie auf die betroffenen Wirtschaftsregionen in der Steiermark. Zudem ist, angesichts der Dimension des Projekts, die Frage der Projektsteuerung, Kontrolle und Transparenz von zentraler Bedeutung. Diese und weitere Fragen sollen durch die gegenständliche Initiative Klärung erfahren.
In diesem Zusammenhang richtet der unterfertigte Bundesrat an den Bundesminister für Innovation, Mobilität und Infrastruktur nachstehende
Anfrage
1. Wie hoch sind zum Zeitpunkt der Beantwortung, die derzeit veranschlagten Gesamtkosten für den Semmeringbasistunnel, aufgeschlüsselt nach
a. ursprünglicher Kostenschätzung,
b. genehmigtem Budget und
c. aktueller Prognose?
a. Wie viele der gesetzten Maßnahmen konnten umgesetzt werden?
b. Wie viele finden sich noch in Umsetzung bzw. wurden noch nicht umgesetzt?
c. Falls Maßnahmen nicht umgesetzt wurden, was war der Grund hierfür?
12. Wer trägt innerhalb der ÖBB-Infrastruktur AG und des Ministeriums die projektverantwortliche Gesamtkoordination und wie wird deren Verantwortung wahrgenommen?
14. Gibt es konkrete Erhebungen zu positiven Auswirkungen auf die Wirtschafts-region?
a. Wenn ja, welche und auf welche Erhebungen sind diese zurückzuführen?
b. Wenn nein, warum nicht?