771/AE XX.GP
der Abgeordneten Dr. Brigitte Povysil, Mag. Firlinger, Lafer, Dl Schöggl
und Kollegen
betreffend die Dringlichkeit der Sicherstellung der Finanzierung der Einhausung der A 7,
Mühlkreisautobahn, im Bereich Bindermichl und Spallerhof
Die Bewohner der Linzer Stadtviertel Bindermichl und Spallerhof sind seit Jahren einer enormen
und aufgrund des steigenden Verkehrsaufkommens ständig zunehmenden Belastung durch die A 7
Mühlkreisautobahn ausgesetzt, die in diesem Bereich direkt durch ihre Wohngebiete verläuft.
Neben den Wohngebieten tausender Linzerinnen und Linzer liegt in unmittelbarem
Emissionsbereich die Landes - Nerven - Klinik Wagner - Jauregg, deren Patienten durch die Nähe zur
Autobahn unter zusätzlichem physischen und psychischem Streß zu leiden haben.
Aus den genannten Gründen wurde bereits im Jahre 1996 im Auftrag der Stadt Linz ein
Ideenwettbewerb betreffend mögliche Maßnahmen zur Lärmeindämmung im betroffenen
Stadtgebiet ausgeschrieben. Das aus dem Wettbewerb siegreich hervorgegangene Projekt „für einen
Lärmschutz entlang der A7 Mühlkreisautobahn im Bereich der Stadtteile Bindermichl und
Spallerhof“ wurde vom Land Oberösterreich dem Bundesminister für wirtschaftliche
Angelegenheiten vorgelegt, mit dem Ersuchen die generelle Straßenprojektierung zu bewilligen.
Die entsprechende Genehmigung erfolgte am 23.01.1997.
Arn 27.01.1998 wurde nunmehr ein Antrag im Linzer Gemeinderat eingebracht, der unter anderem
den Bürgermeister und den Verkehrsreferenten der Stadt Linz beauftragt, an der Spitze einer
Delegation unverzüglich mit dem Bundesminister für wirtschaftliche Angelegenheiten in Gespräche
über eine Sonderfinanzierung der A 7 -
Einhausung zu treten.
Darüber hinaus wird der Landeshauptmann von Oberösterreich, der sich bereits im November 1996,
dafür aussprach, „daß sich die Regierung bei den Linzer Verkehrsprojekten nicht aus der
Verantwortung stehlen können wird", (Der Oberösterreicher), aufgefordert, sich gleichfalls für eine
entsprechende Sonderfinanzierung beim Bundesminister für wirtschaftliche Angelegenheiten
einzusetzen. Dies nicht zuletzt in seiner Funktion als Verantwortlicher für die mittelbare
Bundesstraßenverwaltung.
Abgesehen von einer entscheidenden Verbesserung der Lebensqualität der betroffenen Bevölkerung
ist diese Baumaßnahme auch geeignet, weitere Arbeitsplätze bzw. die Existenz von Betrieben im
Bereich der ohnehin schwer angeschlagenen Bauwirtschaft zu sichem.
Die unterfertigten Abgeordneten stellen daher folgenden
ENTSCHLIESSUNGSANTRAG:
„Der Nationalrat wolle beschließen:
Der Bundesminister für wirtschaftliche Angelegenheiten wird aufgefordert, insbesondere im Sinne
der betroffenen Anrainer im Stadtgebiet Linz sowie zur Sicherung von Arbeitsplätzen im Bereich
der Bauwirtschaft, im Einvernehmen mit dem Bundesminister für Finanzen, raschest Maßnahmen
zu setzen, die die Finanzierung der Einhausung der A 7 (Mühlkreisautobahn im Bereich der
Stadtteile Bindermichl und Spallerhof), insbesondere aus Mitteln der ASFINAG; sicherstellen und
einen umgehenden Baubeginn ermöglichen.“
In formeller Hinsicht verlangen die unterfertigten Abgeordneten die Zuweisung dieses Antrages an
den Bautenausschuß