261/AB
Die Abgeordneten zum Nationalrat Dr. HÖCHTL und Kollegen
haben am 14 . März 1996 unter der Nr 284/J an mich eine
schriftliche Anfrage betreffend "Einsparungen bei der Gendar-
merie für NÖ" gerichtet , die folgenden Wortlaut hat :
1 . Ist es richtig, daß Sie beabsichtigen, in Niederöster-
reich in den Jahren 1996 und 1997 100 Planstellen ein-
zusparen?
2 . In welchen Verwaltungsbezirken und in welchen Dienst-
stellen sollen diese Einsparungen erfolgen und in wel-
chem Ausmaß?
3 . Ist es richtig, daß die Absicht besteht , noch weitere
Gendarmerieposten in NÖ zu schließen und wenn ja, wel-
che?
4 . Ist es richtig, daß die geplanten Reduzierungen auf eine
Belastungsberechnung der Bundesgendarmerie/Gendarmerie-
zentralkommando zurückgeht und diese Belastungsberech-
nung ausschließlich und nur innerhalb der Gendarmerie-
posten erfolgt ist?
5 . Beabsichtigen Sie der Forderung nachzukommen, daß diese
Belastungsberechnung mit berechenbaren Faktoren auf alle
Bereich der Gendarmerie ausgedehnt und die sich daraus
ergebenden konkreten Ergebnisse bei der schon lange
angekündigten Umsystemisierung berücksichtigt werden?
6 . Welche Einsparungen sind im Verwaltungsbereich des GZK
und LGK geplant , um somit unter Umständen die Einsparun-
gen im Außendienstbereich (Gendarmerieposten) zu verhin-
dern?
7 . Ist daran gedacht, bei den Überstundenanordnungen so
vorzugehen, daß die Streifentätigkeit der Gendarmerie in
NÖ nach Möglichkeit in bestehendem Umfang aufrechterhal-
ten bleiben kann?
8 . Wie können Sie, bei Verwirklichung der geplanten Maßnah-
men, die Sicherheit der Bevölkerung sicherstellen? "
Diese Anfrage beantworte ich wie folgt:
Zu Frage 1 :
Im Zusammenhang mit der Budgetkonsolidierung muß auch bei der
Gendarmerie eine entsprechende Personalreduktion vorgenommen
werden. Im Jahre 1996 sind im Bundesland Niederösterreich 50
Planstellen im Gendarmeriebereich einzusparen. Für 1997
steht die Einsparungsvorgabe für Niederösterreich noch nicht
fest .
Zu Frage 2 :
Die Festlegung der Planstellen, die mit dem geringsten
dienstlichen Nachteil eingespart werden können, obliegt in
erster Linie dem LGK. Betroffene Dienststellen stehen noch
nicht fest .
Zu Frage 3 :
Sofern sich der Sicherheitsdienst durch interne Strukturan-
passungen verbessern läßt, kann es auch in Hinkunft im Rahmen
eines kontinuierlichen Prozesses zu Zusammenlegungen von
Dienststellen kommen. Konkret verfügt ist die Zusammenlegung
des GP Ebenfurt mit dem GP Eggendorf im Bezirk Wiener Neu-
stadt, die mit Verfügbarkeit einer geeigneten Unterkunft in
Eggendorf realisiert werden wird. Darüber hinaus stehen zur
Zeit keine weiteren Gendarmerieposten für eine Zusammenlegung
fest .
Zu Frage 4 :
Ja.
Zu Frage 5 :
Es liegt im internen Interesse des Gendarmeriezentralkomman-
dos als meiner dafür zuständigen Organisationseinheit , ein
gerechtes und nachvollziehbares System für die Belastungsbe-
rechnung jeder einzelnen Dienststelle zu entwickeln, um
österreichweit die bestmögliche Ausgewogenheit bei der
Arbeitsbelastung zu erreichen.
Zu Frage 6 :
Die Aufrechterhaltung des erforderlichen Sicherheitsdienstes
ist bei der Umsetzung der vorzunehmenden Sparmaßnahmen eine
unabdingbare Vorgabe . Bereits dadurch ist gewährleistet , daß
alle im Verwaltungsbereich der Bundesgendarmerie liegenden
Einsparungsmöglichkeiten ausgeschöpft werden, um die für den
Exekutivdienst erforderlichen Kapazitäten möglichst unge-
schmälert zu lassen.
Zu Frage 7 :
Der für die Aufrechterhaltung eines funktionierenden Sicher-
heitsdienstes erforderliche Streifendienst bleibt ungeachtet
der auch im Überstundenbereich vorzunehmenden Einsparungen
gewährleistet .
Zu Frage 8 :
Insbesondere im Hinblick auf die Antworten zu den Fragen 6
und 7 gehe ich davon aus , daß die Sicherheit der Bevölkerung
trotz der vorgegebenen Reduzierungen sichergestellt ist .