3965/AB XX.GP
Die Abgeordneten zum Nationalrat Dr. Josef Höchtl und Kollegen haben am 17. April
1998 unter der Nr. 4332/J - NR/1998 an mich eine schriftliche parlamentarische
Anfrage betreffend Funksituation im Bezirk Wien - Umgebung gerichtet, die folgenden
Wortlaut hat:
“1. Ist Ihnen bekannt, daß im Bezirk Wien - Umgebung derart gravierende
Beeinträchtigungen des Funkverkehrs bestehen?
2. Wenn ja, wann wurde Ihnen bzw. Ihrem Ministerium erstmals diese untragbare
Situation zur Kenntnis gebracht?
3. Sind Sie ebenfalls der Meinung, daß diese - sowohl für die Beamten als auch für
die Bevölkerung gefährliche Situation - möglichst rasch einer Lösung zugeführt
werden muß?
4. Wenn ja, welche technischen Möglichkeiten zur Behebung der Probleme sehen
Sie vor?
5. Wann ist seitens Ihres Ressorts mit Maßnahmen zur Verbesserung des
Funksystems zu rechnen?”
Diese Anfrage beantworte ich wie folgt:
Zu Frage 1:
Es ist mir bekannt, daß in einigen Gebieten des Bezirkes Wien - Umgebung
Funkschatten bestehen, die in erster Linie auf topographische Gegebenheiten
zurückzuführen sind.
Zu Frage 2:
Die im Zuge der Strukturreform der Bezirksgendarmeriekommanden und
Zusammenlegung der Bezirke Wien - Umgebung 1 und 2 im Jahre 1993 zu
erwartenden Funkversorgungsprobleme konnten durch die Zusammenschaltung von
Relaiskreisen bzw. die Einbindung von Funkkanälen zu einem großen Teil
abgewendet werden.
Zudem wurden Probleme rund um Himberg durch eine im Einvernehmen mit der
Fernmeldebehörde im Juli 1997 veranlaßte Erhöhung der Sendeleistung bei der
Relaisstation Mannersdorf auf ein erträgliches Maß reduziert.
Die Möglichkeit zur Funkverbindungsaufnahme mit der rund um die Uhr besetzten
Landesleitzentrale, über die auch eine direkte Verbindung mit anderen Einheiten
hergestellt werden kann, ist nahezu überall gegeben. Leider mußte in letzter Zeit
festgestellt werden, daß diese Möglichkeit von einigen Beamten - offensichtlich
mangels Unkenntnis - kaum wahrgenommen wird. Die Beamten werden daher dazu
einer entsprechenden Schulung zu unterziehen sein.
Zu Frage 3
Grundsätzlich ja
Zu Frage 4
Die Funkprobleme könnten durch die Errichtung von zwei Gleichwellenfunkanlagen
zwar weiter verringert, aber keineswegs beseitigt werden. Da diese Maßnahme
allerdings mit sehr hohen kosten verbunden wäre, scheint sie mir aus wirtschaftlicher
Sicht wenig sinnvoll, da seitens des Innenressorts die
Neuerrichtung eines digitalen
Funknetzes geplant ist. Das neue Funknetz soll nicht nur die erforderliche
Flächenversorgung, sondern auch neue, für einen effizienten Dienstbetrieb
unbedingt notwendige Funktionen bereitstellen, wie zum Beispiel Verschlüsselung
und Datenfunk
Zu Frage 5
Bei Realisierung des neuen Funknetzes. Bis dahin muß aus wirtschaftlichen
Aspekten durch entsprechende Nutzung der vorhandenen Ressourcen das
Auslangen gefunden werden