4633/AB XX.GP
Die Abgeordneten zum Nationalrat Scheibner und Kollegen haben am 25. September 1998
unter der Nr.4941/3 an mich eine schriftliche parlamentarische Anfrage betreffend
“Verlegung von Verbänden des Bundesheeres im Zuge der Adaptierung der Heeres -
gliederung - NEU” gerichtet. Diese aus Gründen der besseren Übersichtlichkeit in Kopie
beigeschlossene Anfrage beantworte ich wie folgt.
Zu 1:
Entgegen den Befürchtungen der Anfragesteller in der Einleitung zur vorliegenden Anfrage
fallen durch die Verlegung der genannten Verbände keine wesentlichen Kosten an.
Instandsetzungs - und Sanierungsarbeiten sind nämlich unabhängig von einer Verlegung
notwendig und betragen voraussichtlich insgesamt ca. 50 Mio ÖS. Im übrigen wird die
Räumung des Kommandogebäudes Glacisstraße und der Hummel - Kaserne - abgesehen vom
zukünftig zu lukrierenden Verkaufserlös - erhebliche Einsparungen im Bereich der
Betriebskosten erbringen.
Zu 2:
Ja, die Personalvertretung hat dem Ergebnis der Planungen einhellig zugestimmt.
Zu 3:
Abgesehen von zwei schon bisher räumlich getrennten Lagern wird das gesamte
Versorgungsregiment 1 in der Kirchner - Kaserne untergebracht werden.
Zu 4:
Ja.
Zu5:
Nein.
Zu 6:
Ja. Dabei handelt es sich jedoch nicht - wie die Anfragesteller vermeinen - um eine
Zersplitterung, sondern um die zusammenführung des Kommandobataillons 1 mit dem von
ihm zu unterstützenden Korpskommando 1 in der Belgier - Kaserne. Dadurch werden die
Abläufe wesentlich vereinfacht und zahkeiche Dienstfahrten durch das Stadtgebiet von
Graz vermieden. Daß eine Kompanie des Kommandobataillons 1 in der lediglich 900 Meter
entfernten Gablenz - Kaserne untergebracht wird, steht damit nicht im Widerspruch.
Zu 7:
Ja, wobei den geschätzten Adaptierungskosten von insgesamt rund 16 Mio. öS Einsparun -
gen an Betriebskosten in Höhe von mehreren Mio. ÖS jährlich infolge der Schließung des
Kommandogebäudes Glacisstraße gegenüberstehen. Darüber hinaus ist auch der zu
erwartende Verkaufserlös als Einnahme zu berücksichtigen.
Zu 8:
Insgesamt sind mit der im Zuge der Umsetzung der Strukturanpassung zur Heeres -
gliederung 1992 verbundenen Dislokation Verbesserungen in räumlicher, organisatorischer
und ökonomischer Hinsicht zu erwarten. So werden erstmals das Versorgungsregiment 1
und das Aufklärungsregiment 1 jeweils geschlossen in einer Kaserne untergebracht sein und
über modernste Räder - bzw. Panzerwerkstätten verfügen. Weitere Vorteile liegen in einer
Erleichterung des Dienstbetriebes bei gleichzeitiger Steigerung der Effizienz und
erheblicher Kostenersparnis.