4736/AB XX.GP
Die Abgeordneten zum Nationalrat Dr. Povysil, Dr. Krüger, Meisinger und Kol -
legen haben am 7. Oktober 1998 unter der Nr. 4985/J an mich eine schriftliche
parlamentarische Anfrage betreffend Europäischer Kulturmonat Linz - Septem -
ber 1998 gerichtet.
Diese Anfrage beantworte ich wie folgt:
Es war ein besonderes Anliegen der österreichischen Kulturpolitik, den Euro -
päischen Kulturmonat während des EU - Vorsitzes in Österreich durchzuführen.
Mit Linz sollte eine Stadt in den Blickpunkt gerückt werden, die sich in den
letzten Jahren europaweit als Kunst - und Kulturstadt mit unverwechselbarem
Charakter profilieren konnte. Um die Bemühungen der Stadt um die Europäi -
sche Idee zu unterstützen, wurde seitens der Kunstsektion im Bundeskanz -
leramt, neben diversen anderen Kulturprojekten, auch der informelle Kultur -
ministerrat zur Zeit des Kulturmonats dort veranstaltet.
So wurde den EU - Kulturministern sowie den Ministern der Beitrittskandidaten
Gelegenheit gegeben, die eindrucksvolle Entwicklung und Positionierung der
Stadt Linz als Kulturstadt zu zeigen. Gleichzeitig war es die Intention des
Bundeskanzleramtes, die Schwerpunkte der
österreichischen Präsidentschaft,
nämlich Beschäftigung und technologische Entwicklungen, mit der Wahl des
Ortes zu verknüpfen, um die Bedeutung des Technologiebereichs als künftigen
Beschäftigungsmarkt zu unterstreichen.
Zu den Fragen 1, 2, 4, 5, 8 bis 17 und 21 bis 30:
Dazu ist festzuhalten, daß diese Fragen zu einem großen Teil in den Zustän -
digkeitsbereich der Länder bzw. der Stadt Linz fallen, jedenfalls aber keinen
Gegenstand meiner Vollziehung betreffen. Ich ersuche daher um Verständnis,
daß mir eine Beantwortung nicht möglich ist.
Zu Frage 3:
Seitens der Kunstsektion des Bundeskanzleramtes wurde in Absprache mit der
Stadt Linz und dem Land Oberösterreich ein Gesamtbetrag von 9,5 Millionen
Schilling für Projekte im Rahmen des Kulturmonats zur Verfügung gestellt.
Zu Frage 6:
Von der EU - Kommission DG X wurde 1 Million Schilling (=75.000 Ecu) zur Ver -
fügung gestellt.
Zu Frage 7:
Wie jedes Jahr wurden Ars Electronica und Internationales Brucknerfest mit
zwei Millionen Schilling (zusätzlich zu den bereits erwähnten Mitteln für den
Kulturmonat) von der Kunstsektion
gefördert.
Zu Frage 18:
Seitens der Kunstsektion wird das Festival per Einzelveranstaltungen
abgerechnet (ich verweise auf die beiliegende Aufstellung).
Zu den Fragen 19 und 20:
Aufgrund der reichen und vielfältigen nationalen und internationalen Medienbe -
richterstattung im Rahmen der von der EU mitgeförderten Aktivitäten in Linz
(EU - Kulturministertagung, Konferenz “Kultur als Kompetenz”, Kulturprojekte)
trägt der Europäische Kulturmonat zu einem besseren Verständnis der
Aktivitäten der EU, nicht zuletzt aber auch des österreichischen Ratsvorsitzes
bei.
Kulturmonat Linz
September 1998
Förderungen seitens des BKA
Christian SERY: “Poseidon‘s Auge” S 550.000,--
THEATER PHÖNIX: “Orpheus/(Donau//Euridike” S 1,300.000,--
Gottfried HATTINGER: “Hybrid Factory” S 550.000,--
TIME‘S UP: “Safe Harbours/Closing the Loop” S 1,000.000,--
Androsch, Auinger, Bruckmayr, Dorninger: “Laager” S 1,000.000,--
Linzer Institut für Gestaltung, Meisterklasse f. Metall
“Hephaistos goes East” S 1,000.000,--
Offenes Kulturhaus: “es ist natürlich alles künstlich” S 1,200.000,--
Institut f. Kunst an der Kath. - Theolog. Hochschule: “Nexus” S 400.000,--
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S 7,000.000,--
Wochenklausur: “Zukunft der Arbeit” S 500.000,--
Archimedia/Prof. Lachmayer: Ausstellung “Work & Culture” S 2.000.000,--
S 9,500.000,--