4804/AB XX.GP
Die Abgeordneten zum Nationalrat Dr. Petrovic, Freundinnen und Freunde
haben am 28. Oktober 1998 unter der Nr. 5072 / J an mich eine schriftliche
parlamentarische Anfrage betreffend Weißbuch zur Reform der Kulturpolitik
in Österreich gerichtet.
Diese Anfrage beantworte ich wie folgt:
Zu Frage 1:
Ich halte es gerade auch im Kunstbereich für besonders wichtig, daß aus-
reichend Budgetmittel zur Verfügung stehen, muß jedoch darauf hinweisen,
daß dies nur innerhalb des vom Budget vorgegebenen Rahmens möglich ist.
Ich werde mich aber selbstverständlich auch - soweit darüber zum jetzigen
Zeitpunkt eine Aussage möglich ist - in Zukunft für diesen Bereich besonders
einsetzen.
Zu Frage 2:
Die Vorschläge sind im Detail derzeit noch nicht bekannt; erst nach Vorliegen
aller Diskussionsbeiträge kann eine
Bewertung vorgenommen werden.
Zu den Fragen 3 bis 5:
Bis Ende des Jahres soll eine Diskussion auf breitestmöglicher Basis - die erste
dieser Art in Österreich - geführt werden. Danach wird ein Redaktionskomitee
der Arbeitsgruppe diese Diskussionsbeiträge und Vorschläge sondieren,
ordnen und reduzieren, um sie als Weißbuch den politisch Verantwortlichen
vorzulegen. Ich habe eine Befassung nach eingehender Behandlung zugesagt.
Nach Aussage der Arbeitsgruppe wird es keine Reihung, sondern eine redak-
tionelle Bearbeitung durch die Arbeitsgruppe geben.
Im übrigen weise ich darauf hin, daß dieses Weißbuch nicht von mir, sondern
von einer unabhängigen Expertengruppe verfaßt wurde.
Zu Frage 6:
An der Umsetzung einiger dieser Vorschläge, wie z.B. die Künstlersozialver-
sicherung, Maßnahmen für die Filmwirtschaft und Maßnahmen im Bereich des
Steuerrechts, wird bereits gearbeitet.
Zu Frage 7:
Das Institut für Kommunikationsplanung erhält für die Betreuung der Weißbuch-
diskussion 1 Million Schilling (plus 20 % Mehrwertsteuer). Davon wurden 1998
bereits S 330.000,- angewiesen.
Die Leistung umfaßt die Betreuung aller Agenden im Zusammenhang mit der
Erstellung des Weißbuchs, insbesondere Satz und Lektorat des Rohmanus-
kripts sowie Einrichtung des Informationsbüros ,,Weißbuch", Web - Betreuung
und Erweiterung der Homepage.
Zu Frage 8:
Die Expertinnen und Experten, die bisher am Entwurf des Weißbuches
gearbeitet haben, wurden dafür nicht bezahlt.