4837/AB XX.GP
Beantwortung
der Anfrage der Abgeordneten Mag. Haupt u.a.
betreffend Aufnahme von “unerwünschten Hormonen”
(Nr. 5160/J)
Zur vorliegenden Anfrage führe ich folgendes aus:
Zu Frage 1:
Meinem Ressort ist die erwähnte Untersuchung von Dr. Frigo über die Konzentration von
weiblichen Hormonen im Abwasser der Stadt Wien bekannt.
Zu Frage 2:
Jeder Mensch scheidet mit dem Harn auch Hormone aus, weshalb diese auch im Abwasser
gefunden werden können. Theoretisch wäre eine Hormonbelastung bei Ausbringung von
ungeklärten Abwässern denkbar (z.B. in der Landwirtschaft). Hinweise darauf, daß es
dadurch zu negativen Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit kommt, liegen
allerdings nicht vor, sodaß diesbezüglich auch die wissenschaftliche Basis für das Setzen
von Maßnahmen zum Schutz vor der Aufnahme “unerwünschter Hormone” fehlt.
Zu Frage 3:
Ergebnisse der Schweizer Studie liegen noch nicht vor, es kann daher auch keine Aussage
getroffen werden, ob und in welcher Form diese Berücksichtigung finden werden. Im übrigen
verweise ich in diesem Zusammenhang auf die Zuständigkeit des Bundesministers für
Umwelt, Jugend und Familie.