5129/AB XX.GP
Die Abgeordneten zum Nationalrat Schwarzenberger, Dr. Maria Fekter und Kollegen
haben an mich eine schriftliche Anfrage, betreffend “aufklärungsbedürftige Vorfälle
in Salzburg”, gerichtet.
Ich beantworte diese Anfrage wie folgt:
Zu 1 bis 4:
Gegen einen hohen Beamten des Finanzamtes Salzburg - Umgebung ist bei der
Staatsanwaltschaft Salzburg ein Strafverfahren wegen des Verdachtes des Miss -
brauches der Amtsgewalt anhängig. In mehreren umfangreichen und komplizierten
finanzbehördlichen Abgabenverfahren gegen zwei ehemalige Mitgesellschafter
mehrerer (teilweise ausländischer) Unternehmen soll der Verdächtige durch die Ge -
staltung der Ermittlungen einen der Abgabenpflichtigen und dessen Unternehmen
bevorzugt, den anderen Abgabenpflichtigen und dessen Unternehmen benachteiligt
haben. Das Verfahren befindet sich im Stadium der (staatsanwaltschaftlichen) Vor -
erhebungen, die mutmaßlich noch mehrere Monate in Anspruch nehmen werden.
Deshalb ist auch eine abschließende rechtliche Beurteilung des Sachverhaltes
durch die Anklagebehörde noch nicht möglich.
Zu 5 bis 8:
Begünstigungen bzw. die Weitergabe von Informationen im Rahmen des oben ge -
schilderten Sachverhaltes können nicht ausgeschlossen werden, sind aber noch klä -
rungsbedürftig.
Der Verdacht, Felix P. sei im Zuge der gegen ihn beim Landesgericht Salzburg an -
hängigen Strafverfahren von bevorstehenden Hausdurchsuchungen informiert oder
sonst begünstigt worden, lässt sich laut Mitteilung der Staatsanwaltschaft Salzburg
nicht verifizieren. Wegen eines solchen Verdachts ist daher weder gegen den be -
reits erwähnten Beamten des Finanzamtes Salzburg - Umgebung noch gegen son -
stige Personen aus dem Bereich der Finanz oder Justiz ein Strafverfahren anhän -
gig.
Zu 9:
Ich ersuche um Verständnis, dass ich von einer Beantwortung dieser Frage Abstand
nehmen muss, um die staatsanwaltschaftlichen Vorerhebungen nicht zu gefährden.