5200/AB XX.GP
der Anfrage der Abgeordneten Dr. Povysil u. a.
betreffend Mifegyne und Schwangerschaftsabbruch
(Nr. 5540/J)
Zur vorliegenden Anfrage führe ich folgendes aus:
Zu Frage 1:
In Österreich besteht keine Meldepflicht für Schwangerschaftsabbrüche. Im Rahmen
der Spitalsentlassungsstatistik wird seit 1990 auch die Entlassungsdiagnose “legale
Interruptio” ausgewiesen. Über die Schwangerschaftsabbrüche im Bereich der
niedergelassenen Ärzteschaft und der selbständigen Ambulatorien liegen mir keine
Zahlen vor.
Es zeigt sich, daß es seit 1990 zu einem kontinuierlichen Absinken von 3.630 Fällen
auf 2.341 Fälle im Jahr 1997 kam. Für 1997 ist die Alterstruktur gegliedert nach
Bundesländern der folgenden Liste zu entnehmen:
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0 -14 |
15 - 44 |
45 - 64 |
65 und älter |
GESAMT |
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Jahre |
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Burgenland |
--- |
2 |
--- |
--- |
2 |
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Kärnten |
--- |
115 |
3 |
--- |
118 |
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Niederösterreich |
2 |
210 |
--- |
--- |
212 |
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Oberösterreich |
7 |
1.252 |
10 |
--- |
1.269 |
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Salzburg |
--- |
32 |
--- |
--- |
32 |
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Steiermark |
1 |
239 |
1 |
--- |
241 |
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Tirol |
--- |
18 |
--- |
--- |
18 |
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|
Vorarlberg |
--- |
10 |
--- |
--- |
10 |
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Wien |
3 |
432 |
4 |
--- |
439 |
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Österreich ges. |
13 |
2.310 |
18 |
--- |
2.341 |
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Zu Frage 2:
Im Rahmen des Zuständigkeitsbereiches meines Ressorts wird so wie bisher
Aufklärungsarbeit geleistet. Beispielsweise ist auf die Broschüre “Kondome? Na
sicher!” zu verweisen, die gemeinsam mit dem Bundesministerium für Unterricht und
kulturelle Angelegenheiten an den Schulen verteilt wurde.
Zu Frage 3:
Auch in der Vergangenheit wurde stets die Auffassung vertreten, daß
Schwangerschaftsunterbrechung keine wünschenswerte Methode der
Geburtenregelung darstellt. Deshalb wurden bereits in den letzten Jahrzehnten
entsprechende Sozialleistungen geschaffen, um Frauen zu entlasten und eine echte
Entscheidung über die Fortsetzung der Schwangerschaft zu ermöglichen. Zu nennen
wären hier beispielsweise Mutterschutz, Karenzurlaub, Karenzgeld,
Sondernotstandshilfe, Kleinkindbeihilfe sowie zusätzliche Familienleistungen der
Bundesländer. Darüberhinaus wurde ein österreichweites Netz von Familien - und
Partnerberatungsstellen aufgebaut, wo kostenlos Beratungen zu Fragen der
Familienplanung und Empfängnisverhütung angeboten werden und auch auf die
inviduellen Probleme und Konflikte bei ungewollter Schwangerschaft eingegangen
werden kann. Somit wurden bereits umfangreiche Maßnahmen gesetzt, die mithelfen
können eine Entscheidung für das Kind zu ermöglichen.