5762/AB XX.GP

 

Zur schriftlichen parlamentarischen Anfrage Nr. 6085/J  - NR/1999, betreffend Finanzierung der

Badner Bahn, die die Abgeordneten Haidlmayr, Freundinnen und Freunde am 20. April 1999 an

mich gerichtet haben, beehre ich mich mitzuteilen, dass das in der Anfrage angesprochene

Übereinkommen zum 4. Mittelfristigen Investitionsprogramm 1996 - 2000 auf Basis eines

Konzepts der AG der Wiener Lokalbahnen vom Bund und den Ländern Wien und Nieder -

österreich ausgearbeitet wurde und die Finanzmittel zur Erneuerung und Modernisierung dieser

für die umweltschonende öffentliche Verkehrsbedienung der südlichen Ballungsgebiete Wiens

bedeutenden Lokalbahnstrecke sichert.

Der Aufteilung der Verantwortlichkeiten zwischen den Gebietskörperschaften folgend ist dieses

Übereinkommen differenziert: Vom Bund werden Finanzmittel zur Modernisierung der

Infrastruktur, insbesondere von Gleisen und Sicherungsanlagen, bereitgestellt. Die Länder Wien

und Niederösterreich stellen die Mittel für die 6 neuen Triebwagen zur Verfügung. Damit wird

eine verbesserte Verkehrsbedienung durch bedarfsgerechte Taktverdichtung ermöglicht.

Die konkreten Fragepunkte bezüglich der Triebwagen und deren Finanzierungsregelung betref -

fen daher nicht die Bundesseite.

 

Davon abgesehen ist aus eisenbahnfachlicher Sicht das Bemühen um eine Verbesserung des

Zugangs auch für mobilitatseingeschränkte Fahrgäste zu unterstreichen. Bei einer Einstiegs -

kantenhöhe von nur 400 mm kann schon ohne weitere Maßnahmen zumindest in einigen

Haltestellen auch Rollstuhlbenützern ein nahezu stufenloses Ein - und Aussteigen vom Bahn -

steig ermöglicht werden. Überdies kann ein völlig stufenloser Fahrgastraum realisiert werden.

Die Niederflurbauart der vorgesehenen 6 neuen Triebwagen bringt im Vergleich zu den Be -

standsfahrzeugen für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste enorme Vorteile und entspricht voll

dem Standard im österreichischen Eisenbahnwesen.