5776/AB XX.GP
Die Abgeordneten zum Nationalrat Mag. Terezija Stoisits, Freundinnen und Freunde
haben an mich eine schriftliche Anfrage, betreffend „Verhetzung durch eine Post -
wurfsendung der FPÖ“, gerichtet.
Ich beantworte diese Anfrage wie folgt:
Zu 1 bis 3:
Die in Rede stehende Postwurfsendung ist der Staatsanwaltschaft Wien erst durch
die vorliegende parlamentarische Anfrage bekanntgeworden Sie hat in der Folge
die Bundespolizeidirektion Wien, Büro für Vereins-, Versammlungs- und Medien -
rechtsangelegenheiten, ersucht, ein Exemplar dieser Postwurfsendung beizuschaf -
fen, um die strafrechtliche Überprüfung ihres Inhalts an Hand des gesamten Textes
vornehmen zu können. Ein Belegexemplar ist jedoch bislang nicht eingelangt.
Zu 4:
Auch diese Frage könnte abschließend erst nach Kenntnis des gesamten Inhalts
der Postwurfsendung beantwortet werden. Zu den in der Einleitung der schriftlichen
Anfrage zitierten Textstellen ist jedoch auf Artikel 1 Abs. 2 des Internationalen Über -
einkommens über die Beseitigung aller Formen rassischer Diskriminierung zu ver -
weisen, wonach dieses keine Anwendung auf Unterscheidungen, Ausschließungen,
Beschränkungen oder Bevorzugungen findet, die ein Vertragsstaat zwischen Bür -
gern
und Nichtbürgern macht. Die politische Forderung, staatliche Einrichtungen
mögen Inländer gegenüber Ausländern pauschal in bestimmten Belangen bevorzu -
gen, steht daher für sich allein nicht im Widerspruch zum genannten Übereinkom -
men.