5812/AB XX.GP

 

Die Abgeordneten zum Nationalrat Schaffenrath und PartnerInnen haben am

22. April 1999 unter der Nr. 6148/J an mich eine schriftliche parlamentarische

Anfrage betreffend finanzielle Gefährdung des Business - Frauen - Center gerichtet.

 

 

Diese Anfrage beantworte ich wie folgt:

 

 

Zu Frage 1:

In meiner Funktion als Frauenministerin fühle ich mich auch jenen Frauen gegenüber

verantwortlich, die selbständig erwerbstätig sind oder dieses Ziel anstreben. Ich ver -

stehe mich hier vor allem als erste Ansprechpartnerin, wenn es darum geht, neue

Ideen zu entwickeln und/oder innovative Projekte zu unterstützen. In diesem Sinne

werden die von meiner Vorgängerin initiierten Modellprojekte eines Business -

Frauen - Centers in Wien und Graz aus den Subventionsmitteln zur Förderung von

Fraueninitiativen unterstützt.

 

 

Um sicherzustellen, daß derartige wichtige Einrichtungen über eine erste modellhafte

Phase hinaus weiterbestehen bzw. ausgebaut werden können, halte ich es jedoch

für unabdingbar notwendig, daß sie als wesentlicher Teilbereich der 2. Säule des

NAP (Entwicklung des Unternehmergeistes) verstanden werden. Um dieses Ziel zu

erreichen, bin ich an den Bundesminister für wirtschaftliche Angelegenheiten heran -

getreten.

Zu Frage 2:

Aufgrund der jährlich zur Verfügung gestellten Budgetmittel werden die entsprechen -

den Bindungen der Fördermittel ab Beginn des jeweiligen Jahres vorgenommen

eine Auskunft darüber ist mir daher zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich.

 

 

 

Zu den Fragen 3 und 4:

Die von mir finanziell unterstützten Modellbetriebe in Wien und Graz zeigen auf, wie

Hindernisse zur selbständigen Erwerbstätigkeit von Frauen überwunden werden

können. Als nächsten Schritt halte ich es für notwendig, daß diese Einrichtungen

auch im Rahmen des NAP gefördert und in allen Bundesländern eingerichtet

werden. Für das Gelingen derartiger Vorhaben wird neben dem Bund aber auch der

Beitrag der jeweiligen Länder und Gemeinden entscheidend sein.