5896/AB XX.GP

 

B e a n t w o r t u n g

der Anfrage der Abgeordneten Van der Bellen, Freundinnen und Freunde

betreffend die Maßnahmen und Vorbereitungen zum Jahr - 2000 - Problem

(Nr. 6248/J)

 

Die Verantwortungsträger meines Ressort waren sich schon frühzeitig der Jahr -

2000 - Problematik bewußt und haben die Bediensteten hinsichtlich dieses Themas

rechtzeitig sensibilisiert. Bereits 1997 wurde eine Arbeitsgruppe mit der Analyse

aller Komponenten in der Zentralstelle, den Bundessozialämtern und den Arbeitsin -

spektoraten sowie der Erarbeitung eines Maßnahmenkataloges beauftragt. Darüber

hinaus wurden die Bundesanstalten im Gesundheitsbereich zu entsprechenden

Maßnahmen aufgefordert.

 

Zu den einzelnen Fragen führe ich folgendes aus:

 

Zu Frage 1:

Hinsichtlich der im Bereich meines Ressorts ergriffenen Maßnahmen verweise ich

auf meine Beantwortung der Anfrage der Abgeordneten Dr. Povysil, Mag. Haupt,

Dr. Pumberger, Dr. Salzl, Dr. Kurzmann und Kollegen betreffend das Jahr - 2000 -

Problem oder ,,Y2K“ in der Bundesverwaltung (Nr. 6115/J); die angesprochene

Anfrage samt deren Beantwortung liegt bei.

 

Zu Frage 2:

Die Vorbereitungen sind abgeschlossen, die Umsetzung ist im Gange. Die Tests und

die Notfallsplanung werden im 2. Halbjahr fortgesetzt.

 

Zu Frage 3:

Da ein wesentlicher Teil der Anpassungen im Rahmen der üblichen Updates und

Wartungsarbeiten erfolgt, ist eine eindeutige Zuordnung zu Jahr - 2000 - Umstellungs -

kosten nicht möglich.

Zu Frage 4:

Die bisher durchgeführten Testläufe und Vorbereitungen haben keine Probleme auf -

gezeigt; die Systeme haben nicht fehleranfällig reagiert.

 

Zu Frage 5:

Im Bereich des Gesundheitswesens sind in den medizinischen Einrichtungen (z.B.

Krankenanstalten, Ordinationen ...) Infrastruktureinrichtungen und Medizinprodukte

mit integrierten Soft - bzw. Hardwarekomponenten potentiell von der Problematik der

Jahr 2000 -  Umstellung betroffen.

 

Zu den Fragen 6 bis 10:

Hinsichtlich dieser Fragen verweise ich auf die durch mich erfolgte Beantwortung

der Frage 3 der parlamentarische Anfrage der Abgeordneten Dr. Povysil,

Mag. Haupt, Dr. Pumberger, Dr. Salzl, Dr. Kurzmann und Kollegen betreffend das

Jahr - 2000 - Problem oder ,,Y2K“ in der Bundesverwaltung (Nr.6115/J). Dabei ist

ergänzend auf den Umstand zu verweisen, daß auch die Erstellung der entspre -

chenden Notfallplanungen in den Zuständigkeitsbereich der Länder fällt. Hinsichtlich

der Zusammenarbeit mit den Ländern und Gemeinden verweise ich zusätzlich auf

die Ausführungen des Herrn Bundeskanzlers zu der Frage 12 der Anfrage

Nr. 6244/J.

 

 

Beilage

B e a n t w o r t u n g

der Anfrage der Abgeordneten Dr. Povysil, Mag. Haupt,

Dr. Pumberger, Dr. Salzl, Dr. Kurzmann und Kollegen betreffend

das Jahr - 2000 - Problem oder ,,Y2K" in der Bundesverwaltung

(Nr. 6115/J)

 

Die Verantwortungsträger meines Ressorts waren sich schon frühzeitig der Jahr -

2000 - Problematik bewußt und haben die Bediensteten hinsichtlich dieses Themas

rechtzeitig sensibilisiert. Bereits 1997 wurde eine Arbeitsgruppe mit der Analyse

aller Komponenten in der Zentralstelle, den Bundessozialämtern und den Arbeitsin -

spektoraten sowie der Erarbeitung eines Maßnahmenkataloges beauftragt. Darüber

hinaus wurden die Bundesanstalten im Gesundheitsbereich zu entsprechenden

Maßnahmen aufgefordert.

 

Zur den einzelnen Fragen führe ich folgendes aus:

 

Zu Frage 1:

Im Rahmen der bereits erwähnten Arbeitsgruppe wurde eine Inventarisierung der

EDV - Komponenten vorgenommen und entsprechende Hersteller -  bzw. Firmenanfra -

gen in Hinblick auf die Jahr - 2000 - Fähigkeit durchgeführt. Wo keine Jahr - 2000 -

Fähigkeit gegeben ist, werden entsprechende Upgrades vorgenommen.

 

Parallel zur Prüfung der Jahr - 2000 - Fähigkeit der einzelnen EDV - Komponenten ist es

aber darüber hinaus notwendig, auch die Schnittstellen dieser Produkte zueinander

zu überprüfen. Zu diesem Zwecke erfolgte die Analyse von Geschäftsprozessen und

Funktionsbereichen, die in Prioritätenklassen eingeteilt wurden. Die wichtigsten

Prozesse und Funktionsbereiche werden - zum Teil in Zusammenarbeit mit den

Herstellern - Tests unterzogen, die im 3. Quartal 1999 abgeschlossen sein werden.

Die bisherigen Tests brachten positive Ergebnisse. In jenen Bereichen, wo keine

Tests möglich sind, wird auf die Herstelleraussagen zurückgegriffen.

Im Gesundheitsbereich werden bereits seit 1993 Datenbanken und Informationssy -

steme sukzessive umgestellt. Mitte 1998 wurde der Hauptlieferant für Server -  und

Netzwerkebene mit einem speziellen 'Year 2000 System Healthcheck‘ zur Gewin -

nung von detaillierten Entscheidungsgrundlagen für eventuelle Umstellungsmaß -

nahmen beauftragt. Die Durchführung der erforderlichen Upgrades ist größtenteils

abgeschlossen. Die nachgeordneten Dienststellen im Gesundheitsbereich - das sind

die Bundesanstalten - wurden im Sinne der IT - koordination des Gesundheitsbe -

reichs zu entsprechenden Maßnahmen aufgefordert.

 

Die Migration von teilweise seit 1980 in Betrieb befindlichen Anwendungen auf Jahr -

2000 - fähige Plattformen und Technologien ist größtenteils abgeschlossen. Bezüg -

lich der EU - Netze und EU - Datenbanken, an denen mein Ressort beteiligt ist, wurden

während der Ratspräsidentschaft entsprechende Schritte gesetzt. Die Jahr - 2000 -

Fähigkeit ist auch in diesem Bereich bereits weitgehend gegeben.

 

Die Y2K - Tests im Bereich der Sozialversicherungsträger wurden schon 1996

begonnen und werden mit Sicherheit im 4. Quartal 1999 abgeschlossen sein. Auch

dort wurden Hardwarekomponenten, die nicht Y2K - fähig sind, ausgetauscht bzw.

aufgerüstet. Die im Einsatz befindliche Software wurde bzw. wird ebenfalls umfang -

reich getestet und erforderlichenfalls angepaßt.

 

Das Arbeitsmarktservice Österreich hat im Zuge des Teilprojektes Jahr 2000 als Teil

des EDV - Projektes AMS 2000 eine Test - Geschäftsstelle errichtet, in der alle Kom -

ponenten (Hard -  und Software), die im Arbeitsmarktservice im Einsatz sind, instal -

liert wurden. Darüber hinaus wurde der Einsatz eines Testsystems, das den zentra -

len Rechner (Host) simuliert, vorbereitet. In dieser Test - Geschäftsstelle werden bis

zum Jahresende laufend umfassende Tests inklusive verschiedener Zeitreisen (z. B.

Jahreswechsel, 29.2.2000) durchgeführt. Die Ergebnisse liegen somit rechtzeitig

vor, um allenfalls noch reagieren zu können.

 

Zu Frage 2:

Auch für die technische Infrastruktur dieser Anlagen, wie unterbrechnungssichere

Stromversorgungsanlagen (USV - Anlagen), Klimaanlagen, Rechnerraum - Zutritts -

kontrollsysteme usw. wurden Herstelleraussagen eingeholt und Tests, sofern dies

technisch überhaupt möglich ist, durchgeführt.

 

Zu Frage 3:

Einleitend möchte ich darauf aufmerksam machen, daß hinsichtlich der Krankenan -

stalten dem Bund aufgrund der verfassungsrechtlichen Kompetenzverteilung nur die

Grundsatzgesetzgebung zukommt. Die Ausführungsgesetzgebung und der Vollzug

sind Sache der Länder.

Im Bereich der medizinischen Geräte wurden seitens meines Ressorts bei Fachta -

gungen die einschlägigen Fachkreise (u.a. Österreichischer Verband der Kranken -

haustechnikerinnen ÖVKT, Technische Sicherheitsbeauftragte) seit Herbst 1997

wiederholt auf die bestehende Problematik aufmerksam gemacht.

 

Mit Schreiben vom 27. November 1998 wurden im Wege der Ämter der Landesregie -

rungen nochmals alle Einrichtungen des Gesundheitswesens über die Problematik

der Jahr 2000 Umstellung im Medizinproduktebereich informiert und dazu aufgefor -

dert, entsprechende Maßnahmen zu setzen. Weiters wurden die Länder aufgefor -

dert, in ihrem Wirkungsbereich den Fortschritt der Risikobewertung bei relevanten

Hard -  und Softwarekomponenten und den Fortgang der erforderlichen Schutzmaß -

nahmen für die Patientensicherheit im Hard -  und Softwarebereich zu erheben und

zu überwachen. Dabei wurde auch auf besonders wichtige internationale Internet -

adressen mit hilfreichen Informationen zur "Jahr 2000 - Kompatibilität“ für den medi -

zintechnischen Bereich, insbesondere auch mit umfangreichen Herstellerinformatio -

nen, hingewiesen sowie auf das Erfordernis verbindlicher „Jahr 2000 kompatibili -

tätsbescheinigungen“ aufmerksam gemacht.

 

Die von meinem Ressort durchgeführten Recherchen bzw. vorliegende Rückmel -

dungen haben ergeben, daß im Bereich zahlreicher Krankenanstaltenträger bereits

seit längerer Zeit einschlägige Arbeitsgruppen und Berichte zur „Jahr 2000 Proble -

matik“ im Medizinproduktebereich existieren und sehr intensiv an der Abwehr von

möglichen Y2K - Problemen gearbeitet wird. Mein Ressort wird auch weiterhin im

Wege der Länder auf einen zeitgerechten Abschluß der Evaluierungs -  und Schutz -

maßnahmen in den Gesundheitseinrichtungen drängen.

 

Zu Frage 4:

Der Vorwurf gegenüber dem Hauptverband der österreichischen Sozialversiche -

rungsträger ist unbegründet: Mit Rundschreiben vom 18. August 1998 wurde vom

Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger bei allen Sozialversi -

cherungträgern eine Erhebung des aktuellen Stands der Umstellungsarbeiten

durchgeführt. Am 4. November 1998 wurde vom Präsidenten des Hauptverbands

der österreichischen Sozialversicherungsträger ein Fragebogen im Zusammenhang

mit der Datumsumstellung an alle Obmänner der Sozialversicherungsträger ausge -

sandt, mit dem neuerlich der Stand der Umstellungsarbeiten erhoben wurde. Der

Aufsichtsbehörde sind all diese Aktivitäten bekannt; ein Einschreiten erübrigt sich

daher.

Zu Frage 5:

Die Eigenleistungen der Sozialversicherungsträger werden nach letzten Schätzun -

gen etwa 1.500 bis 1.800 Personenmonate betragen.

 

Zu Frage 6:

Die Fremdleistungen der Sozialversicherungsträger werden nach letzten Schätzun -

gen etwa 300 bis 400 Personenmonate betragen.

 

Zu Frage 7:

Da ich davon ausgehe, daß mit dieser Frage das Staatliche Krisenmanagement

angesprochen werden soll, verweise ich hinsichtlich dieser Frage auf die durch den

Herrn Bundeskanzler erfolgte Beantwortung der Frage 5 der Anfrage Nr.6111/J.

 

Zu Frage 8:

Auch für Anlagen in Außenstellen gelten die zur Frage 1 getroffenen Aussagen.

 

Zu Frage 9:

Für Büromaschinen und andere technische Geräte wurden von den entsprechenden

Hersteller -  bzw. Zulieferfirmen rechtsverbindliche, schriftliche Erklärungen betreffend

der Jahr - 2000 - Fähigkeit eingeholt. Alle Rückmeldungen waren positiv.

 

Tests sind Großteils nicht möglich, da keine manuelle Datumsumstellung möglich ist

bzw. eine Kosten/Nutzen - Abwägung dagegen spricht.

 

Zu Frage10:

Die Gebäudeverwaltungen sind für Sicherheitsfragen hinsichtlich der in öffentlichen

Gebäuden untergebrachten Dienststellen zuständig. Demnach liegt in diesem

Bereich die Verantwortung bei der dem Bundesminister für wirtschaftliche Angele -

genheiten unterstehenden Bundesbaudirektion. Für den Bereich meines Ressorts

wurden die Gebäudeverwaltungen um Stellungnahme hinsichtlich der Jahr - 2000 -

Fähigkeit der Sicherheitsanlagen gebeten. Die Rückmeldungen waren positiv, einige

sind noch ausständig und werden urgiert.

 

Bei Dienststellen die in privaten Gebäuden eingemietet sind wurden die zuständi -

gen Hausverwaltungen aufgefordert hinsichtlich der Jahr - 2000 - Fähigkeit der

Sicherheitsanlagen eine schriftliche Stellungnahme abzugeben. Bis dato waren alle

eingegangenen Rückmeldungen positiv einige Rückmeldungen sind noch ausstän -

dig und werden ebenfalls urgiert.

Zu Frage 11:

Auch für die Kommunikationsanlagen der in öffentlichen Gebäuden untergebrachten

Dienststellen sind die Gebäudeverwaltungen zuständig; demnach liegt die Verant -

wortung in diesem Bereich ebenfalls bei der Bundesbaudirektion. Auch bezüglich

der Kommunikationsanlagen wurden die Gebäudeverwaltungen um Stellungnahme

hinsichtlich der Jahr - 2000 - Fähigkeit ersucht, wobei die Rückmeldungen positiv wa -

ren, einige jedoch noch ausständig sind und urgiert werden.

 

Bei Dienststellen in privaten Gebäuden obliegt die Betreuung der Kommunikations -

anlagen größtenteils ebenfalls der Gebäudeverwaltung des Bundes. Die übrigen in

privaten Gebäuden untergebrachten Dienststellen verlangten von den kommunikati -

onsanlagen - Herstellern schriftliche Stellungnahmen hinsichtlich der Jahr - 2000 -

Fähigkeit. Bis dato waren alle eingegangen Rückmeldungen positiv, noch ausstän -

dige Rückmeldungen werden urgiert.

 

Für den Bereich der EDV - Nah -  und Fernverkehrsnetzwerke wurden alle Komponen -

ten von meinem Ressort bei der Analyse und Inventarisierung aller EDV - Komponen -

ten und bei der Einholung entsprechender Herstellerauskünfte mitberücksichtigt.

Notwendige Umstellungsarbeiten wurden vorgenommen und sind bereits abge -

schlossen, Testungen verschiedener Komponenten (Router, Gateways, etc.) erfol -

gen und werden im 3. Quartal 1999 abgeschlossen werden.

 

Zu den Fragen 12 und 13:

Es sind keine derartigen Geschäfts -  und Kooperationspartner bekannt.

 

Zu Frage 14:

Bei Ausschreibungen und Neubeschaffungen, bei denen das Jahr - 2000 - Problem

relevant sein kann, wird die Jahr - 2000 - Fähigkeit gefordert und in der Folge fixer

Bestandteil der Verträge. Die im Bereich der ADV - Beschaffung des Ressorts übli -

cherweise verwendete Definition der Jahr - 2000 - Fähigkeit lautet dabei:

   „Jahr - 2000 - Fähigkeit“ bedeutet insbesondere, daß weder die Leistung noch die

   Funktionsfähigkeit der gelieferten Komponenten durch Datumswerte vor, wäh -

   rend oder nach dem Jahr 2000 beeinträchtigt werden.

   Dies beinhaltet unter anderem:

   1. Kein Wert des aktuellen Datums darf eine Betriebsstörung verursachen.

   2. Die datumsbezogene Funktionalität muß sich für Datumsangaben vor, wäh -

       rend und nach dem Jahr 2000 konsistent verhalten.

   3. In allen Schnittstellen und Datenspeichern muß das Jahrhundert in jeder

       Datumsangabe entweder ausdrücklich oder durch eindeutige Algorithmen

     oder Zuweisungsregeln spezifiziert sein. Diese Regeln müssen offengelegt

     sein.

4. Das Schaltjahr muß als Schaltjahr erkannt werden.

5. Spezielle Jahreszahlen oder Datumswerte werden in keinem Fall mit zusätz -

    lichen semantischen Bedeutungen verknüpft (z.B. „9.9.99“ „kein Ablaufda -

    tum gesetzt“, „1.1.00“ Datum nicht ausgefüllt“, etc.).“

 

Zu den Frage 15, 16, 17 und 19:

Im Rahmen der angeführten Arbeitsgruppe erfolgte eine Analyse der ADV -

Geschäftsprozesse und Funktionsbereiche. Diese wurden in Folge in Prioritäten -

klassen eingeteilt, wobei die Kriterien für die Zuordnung das Risiko, daher die mög -

lichen Auswirkungen einer Nicht -  bzw. Fehlfunktion waren. Dabei wurden insbeson -

dere auch die möglichen Auswirkungen derartiger Fehlfunktionen auf die Kunden

des Ressorts berücksichtigt. Diese Prioritätenklasseneinteilung gibt die Prioritäten -

reihung für Testung und Notfallspläne vor.

 

Zu den Fragen 18 und 23:

Die Risiken sind weitgehend bekannt, aufgrund der Fülle und Komplexität des

Sachverhaltes ist eine vollständige Auflistung sämtlicher Risiken nicht möglich. Da

alle Zulieferfirmen die Jahr - 2000 - Fähigkeit ihrer Produkte bestätigten, kann jedoch

grundsätzlich davon ausgegangen werden, daß deren volle Funktionsfähigkeit

gegeben ist.

 

Zu Frage 20:

Im Rechenzentrum des Bundesministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales

existieren keine Anwendungen, auf die ein Direktzugriff durch ressortfremde User

vorgesehen ist.

 

Zu Frage 21:

Auch für Datenträger und Anwendungen gelten die zur Frage 1 getroffenen Aussa -

gen.

 

Zu Frage 22:

Es gibt für Tests einen gemeinsamen Zeitplan mit externen Partnern (z.B. Österrei -

chisches Statistische Zentralamt, Bundesministerium für Finanzen/Bundesrechen -

zentrum), wobei die Tests im 3. Quartal 1999 abgeschlossen sein werden.

Zu den Fragen 24 und 25:

Y2K - Checklisten werden regelmäßigen Reviewing - Prozeduren unterzogen und

schriftlich aktualisiert. Auch bei positiven Herstelleraussagen werden diese regel -

mäßig auf allfällige Änderungen geprüft und Testungen laufend weitergeführt.

 

Zu Frage 26:

Zu den kritischen Zeitpunkten wird ein Großteil der ADV - Mitarbeiter/innen des Res -

sorts Dienst versehen und gemeinsam mit einigen Vertretern/innen aus den Fachbe -

reichen erste Funktionstests durchführen. Weiters wurde bereits eine Bereitschaft

wichtiger Service - Firmen geordert. Die Überstunden werden aus dem vorhandenen

Überstundenkontigent und die sonstigen kosten aus dem laufenden Budget getra -

gen.

 

Zu Frage 27:

Zu dieser Frage möchte ich auf die bisherigen Ausführungen verwiesen. Konkret

wurden etwa die Anwendungen „Zentrales Arbeitsinspektorat“, „Ausländerbeschäfti -

gung“ und das „Pharmazeutische Informationssystem“ in Hinblick auf das Jahr 2000

umgestellt.

 

Zu Frage 28:

Die Definition von Geschäftsprozessen und der darauf aufbauenden Testung bein -

haltet auch die Überprüfung und Testung von Schnittstellen.

 

Die Koordination der EU - weiten Maßnahmen erfolgte schwerpunktmäßig während

der Ratspräsidentschaft, laufende Maßnahmen sind in Umsetzung.

 

Zu Frage 29:

Ich verweise auf die Antworten zu den Fragen 1 und 28.

 

Zu Frage 30:

Verschiedene COBOL - Datenbankanwendungen auf Basis VAX/RDB wurden im Zeit -

raum von 1995 bis ins 2. Quartal 1999 erfolgreich abgelöst.

 

Zu Frage 31:

Die Finanzierung erfolgt aus dem laufenden Budget. Investitionen wurden zum Teil

aufgrund der Jahr - 2000 - Problematik vorgezogen. Ein wesentlicher Teil der Anpas -

sungen erfolgt im Rahmen der üblichen Updates und Wartungsarbeiten und ist

daher nicht eindeutig den Jahr - 2000 - Umstellungskosten zuordenbar.

Zu Frage 32:

Ein Jahr - 2000 - Test inkludiert auch die Schaltjahrproblematik. Hinsichtlich der

vertraglichen Definition der Jahr - 2000 - Fähigkeit verweise ich auf die Aussagen zu

Frage 14.

 

Zu Frage 33:

Die IT - Planung und  - Koordination des Ressorts erfolgt weitgehend zentral durch

die Zentralstelle, dies umfaßt auch die Testplanung. Den Bundesanstalten wird auf

Anforderung entsprechende Unterstützung geboten.

 

Zu Frage 34:

Hinsichtlich dieser Frage verweise ich auf die durch den Herrn Bundeskanzler

erfolgte Beantwortung der Frage 32 der Anfrage Nr.6111/J.

 

Zu Frage 35:

Abgesehen davon, daß eine fördernde Stelle im allgemeinen keine Informationen

über die beim Förderungsempfänger allenfalls verwendeten Applikationen hat bzw.

haben kann, gibt es auch keine rechtliche Handhabe, bei der geförderten Person

bzw. Institution eine Überprüfung hinsichtlich der Jahr - 2000 - Tauglichkeit ihrer EDV -

Anlagen durchzuführen. In diesem Zusammenhang ist auch darauf hinzuweisen,

daß im Fall des Scheiterns eines Projektes die Fördermittel nicht oder nur entspre -

chend vermindert gebühren; somit liegt die Verantwortung und das Risiko hinsicht -

lich der Jahr - 2000 - Tauglichkeit dieser EDV - Anlagen beim Förderungsempfänger.