5906/AB XX.GP
Beantwortung
der Anfrage der Abgeordneten Mag. Haupt,
Dr. Pumberger und Kollegen betreffend Hepatitis C
(HCV) - Broschüre des Gesundheitsministeriums
(Nr. 6294/J)
Zur gegenständlichen Anfrage führe ich folgendes aus:
Zu Frage 1:
Die Auflage der Broschüre "Hepatitis - Information für alle" erfolgte in der Höhe von
230.000 Stück.
Die Auflage der Broschüre "Hepatitis - Information für Ärzte" erfolgte in der Höhe von
80.000 Stück.
Im Jahr 1999 sind weitere Auflagen beider Broschüren geplant.
Zu den Fragen 2, 5 und 6:
Die Broschüren "Hepatitis - Information für Ärzte" und "Hepatitis - Information für al -
le" wurden nach erfolgter Bedarfserhebung bei den Ämtern der Landesregierungen
an die Ämter der Landesregierungen, die Gesundheitsämter sowie an die Aids - Hilfen
Wien, Kärnten, Salzburg und Vorarlberg versendet.
Im übrigen oblag die Verteilung der Broschüren den Ämtern der Landesregierungen.
Jedenfalls beteilt mit den Broschüren wurden die Gesundheitsämter, die Krankenan -
stalten und die niedergelassenen Ärzte. Dort lagen die Broschüren auch zur freien
Entnahme auf. Ob bzw. an welche weiteren Einrichtungen die Broschüren noch von
den Ämtern der Landesregierungen verteilt wurden bzw. ob sie dort zur Entnahme
auflagen, ist in meinem Ressort nicht bekannt.
Zu Frage 3:
Die Frage, wieviele Betroffene und wieviele Ärzte die Broschüren bisher angefordert
haben, kann nicht beantwortet werden, da keine Dokumentation der Empfänger er -
folgte.
Zu Frage 4:
Ich gab das Erscheinen der Broschüren in einer Pressekonferenz bekannt, wobei
auch auf die telefonische Bestellmöglichkeit hingewiesen wurde. Außerdem wurde
die Broschüre "Hepatitis - Information für Ärzte" samt telefonischer Bestellmöglichkeit
den niedergelassenen Ärzten mittels Inserats in der Österreichischen Ärztezeitung
angekündigt. Weiters bildete das Thema Hepatitis einen Monatsschwerpunkt auf der
Homepage meines Ressorts, wobei auch auf die Broschüren und die Bestellmög -
lichkeit hingewiesen wurde.
Zu Frage 7:
Die Telefonnummern und Adressen der Hepatitis Liga Österreich oder anderer
Selbsthilfegruppen wurden bedauerlicherweise in keiner der beiden Broschüren auf -
genommen. Sie werden aber im Zuge der Neuauflage berücksichtigt werden. Ferner
befindet sich bereits jetzt auf der Homepage des Bundesministeriums für Arbeit, Ge -
sundheit und Soziales unter "Hepatitis'' ein Link zur Hepatitis Liga Österreich.
Zu Frage 8:
Aufgabe des "Broschürentelefons" ist die Versendung von Broschüren. Auskünfte
über einschlägige Selbsthilfegruppen erhalten die Patienten bei ihrem Arzt bzw. in
den Krankenanstalten.
Das Bürgerservice - Sozialtelefon des Bundesministeriums für Arbeit, Gesundheit und
Soziales teilt bereits seit Jahren interessierten Anrufern die Adressen und Telefon -
nummern der verschiedenen Anlaufstellen (Hepatitis Liga Österreich mit Selbsthilfe -
gruppen in den meisten Bundesländern) mit. Als Grundlage dient das jeweils aktuel -
le Verzeichnis der Selbsthilfegruppen, herausgegeben vom Fonds Gesundes Öster -
reich.
Zu Frage 9:
Mit der Texterstellung der beiden Broschüren wurde Herr Primarius Univ. - Prof. Dr.
med. Helmut Mittermayer, Mitglied des Hygienebeirates und Vorstand des Institutes
für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene am Krankenhaus der Elisabethinen in
Linz, aufgrund seiner einschlägigen Fachkenntnisse betraut. Dr. Mittermayer erstellte
die Broschüren nach intensivem Literaturstudium und unter Berücksichtigung der
neuesten Forschungsergebnisse, sodaß auf die Beiziehung weiterer Experten ver -
zichtet werden konnte.
Zu Frage 10:
Die Hepatitis Liga Österreich wird entgegen den Behauptungen in der gegenständli -
chen parlamentarischen Anfrage sehr wohl vom Bundesministerium für Arbeit, Ge -
sundheit und Soziales gefördert. Im Vorjahr wurde die Hepatitis Liga Österreich zur
Durchführung des "1. österreichischen Leberschutztages", der am 11. Septem -
ber 1998 im Wiener AKH stattgefunden hat, mit einem Förderungsbetrag von
5 30.000,-- unterstützt.
Zu den Fragen 11 und 12:
Es ist auch im Jahr 1999 vorgesehen, der Hepatitis Liga Österreich einen Förde -
rungsbetrag zur Durchführung des "1. europäischen Leberschutztages", der vom
8. und 9. Oktober 1999 im Wiener AKH stattfindet, zu gewähren. Ein entsprechen -
des Förderungsformular wurde dem Verein bereits zugesandt. Ein konkreter Förde -
rungsbetrag wurde vom Verein jedoch noch nicht genannt, sodaß derzeit auch noch
keine Aussagen über die Höhe der Förderung gemacht werden können.
Zu Frage 13:
Diese Frage ist zuständigkeitshalber durch das Parlament zu beantworten.
Zu den Fragen 14 und 15:
Ein dem "Unterstützungsfonds für Personen, die durch medizinische Behandlung
oder Tätigkeit HIV - infiziert wurden, und ihre Angehörige" vergleichbarer Fonds
konnte für Hepatitis - C Patienten trotz intensiver Bemühungen nicht geschaffen wer -
den, insbesondere war auch von nichtöffentlicher Seite keine Bereitschaft gegeben,
Mittel bereitzustellen.