6120/AB XX.GP
Die schriftliche parlamentarische Anfrage Nr. 6420/J - NR/1999, betreffend Zusagen der pri -
vaten Mobiltelekommunikationsbetreiber gegenüber der Bundesregierung, die die Abge -
ordneten Scheibner und Kollegen am 16. Juni 1999 an mich gerichtet haben, beehre ich mich
wie folgt zu beantworten:
Zu den Fragen 1 bis 5:
Ich verweise auf die Ausführungen der Frau Bundesministerin für Frauenangelegenheiten und
Verbraucherschutz zu der an sie gerichteten parlamentarischen Anfrage Nr. 6421/J.
Zu Frage 6:
Anläßlich der Beschlußfassung über den Entwurf eines Bundesgesetzes, mit dem das Tele -
kommunikationsgesetz 1997 geändert wird (2. TKG - Novelle), wurde auch vereinbart, daß der
Bundesminister für Wissenschaft und Verkehr an die Landeshauptleute mit dem Ersuchen
herantreten wird, in landesgesetzlichen Regelungen eine angemessene Parteistellung der
Interessen der Nachbarn bei der Errichtung von Telekommunikationsanlagen vorzusehen. Ein
entsprechender Entschließungsantrag wurde auch bei der Beschlußfassung im Nationalrat
angenommen. In diesem Sinne bin ich an die Landeshauptleute umgehend schriftlich her -
angetreten.
Zu Frage 7:
Wie ich bereits zu Frage 6 ausgeführt habe, sollte der Regierungsbeschluß vom 29. Oktober
1998 sehr wohl zu einer Verbesserung der Stellung der Anrainer führen. Im übrigen hat die
gegenständliche Novelle des Telekommunikationsgesetzes durch die Schaffung der Möglich -
keit einer Mehrfachnutzung bestehender Sendeinfrastruktur bereits zu einer Verbesserung der
Situation der betroffenen Bevölkerung geführt.
Zu Frage 8:
Ich gebe davon aus, daß sich jedes Mitglied der Bundesregierung bei der Beschlußfassung über
eine Regierungsvorlage vom gebotenen Ausgleich widerstreitender Interessen leiten läßt.