6146/AB XX.GP

 

B e a n t w o r t u n g

 

der Anfrage der Abgeordneten Gredler, Motter, Partner und Partnerinnen

betreffend Einstellung der Fördermittel für die Aids - lnformationszentrale Austria

(Nr. 6441/J)

 

Zur vorliegenden Anfrage führe ich folgendes aus:

 

Zu den Fragen 1 und 2:

 

Ende 1998 sind Irritationen in der Zusammenarbeit der AIDS - Informationszentrale

Austria (AIZA) mit dem Ressort und den AIDS - Hilfe - Landesvereinen aufgetreten.

 

Daher wurde mit der AIZA zunächst ein Förderungsvertrag für sechs Monate

abgeschlossen, um entweder die aufgetretenen Probleme einer Lösung zuzuführen

oder eine Umstrukturierung dieses Bereiches vorzunehmen.

 

In der Folge wurde versucht, ein alternatives Lösungskonzept zu entwickeln, das

eine Weiterführung von Serviceagenden durch die AIZA ermöglicht hätte.

 

Es ist für das effiziente Handeln und Gelingen der Arbeit der AIZA, deren Tätigkeit

auch wesentliche Koordinationsaufgaben beinhaltet, allerdings unverzichtbar, daß

deren Tätigkeit vom Vertrauen aller Beteiligten getragen wird. Die AIDS  - Hilfe -

Landesvereine haben dem Ressort unmißverständlich signalisiert, daß das

Vertrauensverhältnis zur AIZA aus ihrer Sicht ohne Aussicht auf Wiederherstellung

zerrüttet ist.

 

Da die auch mit Vertretern der AIZA diskutierten Alternativen schließlich zu keinem

Ergebnis geführt haben1 das von allen Beteiligten getragen worden wäre, hat mein

Ressort letztlich aus Gründen einer zweckmäßigen, sparsamen und wirtschaftlichen

Gebarung mit Förderungsmitteln die Entscheidung treffen müssen, daß der AIZA

Förderungsmittel für das zweite Halbjahr 1999 nicht mehr zur Verfügung gestellt

werden können. Die Gründe, die dazu geführt haben, waren der AIZA durchaus aus

mehreren persönlichen Gesprächen mit Vertretern meines Ressorts bekannt, sodaß

nicht davon gesprochen werden kann, daß die Entscheidung für die AIZA nicht

transparent gewesen wäre.

 

Weiters ist zu betonen, daß mein Ressort selbstverständlich im Interesse aller

Betroffenen und Interessierten ein alternatives Konzept entwickelt hat, um die bisher

von der AIZA wahrgenommenen Informations - und Serviceangebote nahtlos weiter

zur Verfügung zu stellen.

 

Zu Frage 3:

 

Eine Änderung der Organisationsstruktur der Aids - Beratung in Österreich wird von

mir nicht Erwägung gezogen.