6159/AB XX.GP
Die Abgeordneten zum Nationalrat Scheibner, Dr. Krüger und Kollegen haben
am 16. Juni 1999 unter der Nr. 6419/J an mich eine schriftliche parlamentari -
sche Anfrage betreffend Zusagen der privaten Mobiltelekommunikations -
betreiber gegenüber der Bundesregierung gerichtet.
Diese Anfrage beantworte ich wie folgt:
Zu den Fragen 1 bis 5:
Dazu verweise ich auf die Ausführungen der Frau Bundesministerin für Frauen -
angelegenheiten und Verbraucherschutz zu der an sie gerichteten parlamenta -
rischen Anfrage Nr. 6421/J.
Zu Frage 6:
Anläßlich der Beschlußfassung über den Entwurf eines Bundesgesetzes, mit
dem das Telekommunikationsgesetz 1997 geändert wird (2. TKG - Novelle),
wurde auch vereinbart, daß der
Bundesminister für Wissenschaft und Verkehr
an die Landeshauptleute mit dem Ersuchen herantreten wird, in landesgesetz -
lichen Regelungen eine angemessene Parteistellung der Interessen der Nach -
barn bei der Errichtung von Telekommunikationsanlagen vorzusehen. Ein ent -
sprechender Entschließungsantrag wurde auch bei der Beschlußfassung im
Nationalrat angenommen.
Zu Frage 7:
Wie ich bereits zu Frage 6 ausgeführt habe, sollte der Regierungsbeschluß
vom 29. Oktober 1998 sehr wohl zu einer Verbesserung der Stellung der
Anrainer führen. Im übrigen hat die gegenständliche Novelle des Telekom -
munikationsgesetzes durch die Schaffung der Möglichkeit einer Mehrfach -
nutzung bestehender Sendeinfrastruktur bereits zu einer Verbesserung der
Situation der betroffenen Bevölkerung geführt.
Zu Frage 8:
Ich gehe davon aus, daß sich jedes Mitglied der Bundesregierung bei der
Beschlußfassung über eine Regierungsvorlage vom gebotenen Ausgleich
widerstreitender Interessen leiten läßt.