6225/AB XX.GP
der Anfrage der Abgeordneten Mag. Haupt und Kollegen
betreffend Fußnormen
(Nr. 6517/J)
Zur vorliegenden Anfrage führe ich folgendes aus:
Zu Frage 1:
Bei der Auswahl "gesunder Schuhe“ kann man nach Ansicht von Experten nicht vom
abstrakten Begriff eines „gesunden“ Schuhes ausgehen, sondern vor allem von der
Auswahl des für einen bestimmten Fußtyp bzw. für den individuellen Fuß passenden
Schuhes. Zu beachten ist etwa, daß es verschiedene Fußtypen gibt - ein
„hochgesprengter“ Fuß ist genauso häufig wie ein Flachfuß‘ wobei naturgemäß die
erwähnten Fußtypen mit einer Schuhform nicht optimal versorgt werden können.
Diese Tatsachen sind offenbar auch der Grund, weshalb weder in Österreich noch
im (europäischen) Ausland einheitliche Normungen bzw. „Konformitätszeichen“
bestehen.
Eine wesentliche Voraussetzung beim Kauf "fußgerechter“ Schuhe ist sicher,
genügend Zeit und Aufmerksamkeit auf die Auswahl des individuell geeigneten
Schuhes zu verwenden und die Beratung des Fachpersonals im Geschäft in
Anspmch zu nehmen.
Zu den Fragen 2, 3 und 5:
Mein Ressort hat bereits Kontakt mit Herrn Univ. Prof. Dr. Rainer KOTZ (Mitglied des
Obersten Sanitätsrates) bzw. mit von diesem genannten Experten auf dem Gebiet
der Fußgesundheit aufgenommen.
Gemeinsam mit den Fachbeamten meines Ressorts sollen vorerst Möglichkeiten
ausgelotet werden, inwiefern europaweite Qualitätsnormen vor allem für
Kinderschuhe erarbeitet und wie in Österreich die Beratung der Eltern beim Kauf von
Kinderschuhen optimiert werden kann.
Zu Frage 4:
Der Brief von Herrn Kableka ist mir bekannt.
Zu Frage 6:
Im Rahmen des Mutter - Kind - Paß - Untersuchungsprogrammes ist bis zum
4. Lebensjahr auch eine orthopädische Untersuchung des Kindes vorgesehen.
Im Rahmen des Untersuchungsganges ist dabei naturgemäß entsprechendes
Augenmerk auch auf Fußfehlbildungen und - fehlstellungen zu legen, um die jeweils
individuell gebotenen Vorsorge - oder Behandlungsmaßnahmen setzen zu können.