29/ABPR XX.GP
Die Abgeordneten Petrovic, Freundinnen und Freunde haben am 14. Mai 1998 an den
Präsidenten des Nationalrates die schriftliche Anfrage Nr. 31/JPR betreffend
“Nachwirkungen der Causa Rosenstingl; Prinzipientreue und Abwendung von Datenschutz -
Gefahren" gerichtet, die folgende Fragen enthält:
“1) Können Sie ausschließen, daß der Abgeordnete Ing. Walter Meischberger sich mit
seiner Unterschrift für das alte Privilegien - System der Polit - Pensionen entschieden
hat?
2) Können Sie ausschließen, daß der Abgeordnete Mag. Karl Schweitzer sich mit seiner
Unterschrift für das alte Privilegiensystem der Polit - Pensionen entschieden hat?”
Diese Anfrage beantworte ich wie folgt:
Die Frage, ob die Entscheidung eines Abgeordneten zum Nationalrat für eines von zwei im
Gesetz vorgesehenen Pensionssystemen unter den Datenschutz fällt, kann unterschiedlich
beantwortet werden.
Ich tendiere zwar zu der Auslegung, daß auch auf diese Frage die Bestimmungen des
Datenschutzgesetzes anwendbar sind, werde aber die Präsidialkonferenz des Nationalrates
bei nächster Gelegenheit mit dieser Problematik befassen; dies umsomehr, als der
Abgeordnete Schweitzer in einer Rede im Nationalrat erkennen ließ, daß er die Anwendung
des Datenschutzes in diesem Fall nicht als Rechtswohltat, sondern als Benachteiligung
empfindet.
Bis zur Erörterung dieses Themas in der Präsidialkonferenz werde ich daher die gestellten
Fragen inhaltlich nicht beantworten, verweise aber auf die schon erwähnte Erklärung, die der
Abgeordnete Schweitzer in der 122. Sitzung des Nationalrates vom 15. Mai 1998 zwischen
16 Uhr und 17 Uhr zu dieser Fragestellung abgegeben hat und in der er - unter
ausdrücklicher Bezugnahme auf die vorliegende parlamentarische Anfrage - wörtlich erklärt
hat: “Nachdem Präsident Fischer wahrscheinlich nicht in der Lage sein wird, wirklich
Auskunft darüber zu geben - weil das wieder unter Datenschutz fällt -‚ erlaube ich mir, den
Grünen hier und heute von diesem Pult offiziell mitzuteilen, daß ich selbstverständlich für das
neue System optiert habe, und bei der Winterthur - Versicherung einen Pensionsvertrag
abgeschlossen habe.”