3652/J XX.GP

 

des Abgeordneten DDr. Niederwieser und Genossinnen und Genossen

an den Bundeskanzler

betreffend Weiterführung der Schüler-Gesundheitsstatistik im Statistischen Zentralamt

Bei den Schuluntersuchungen erheben die Schulärzte unter anderem die gesundheitlichen

Daten der österreichischen Schülerinnen. Diese, in die Gesundheitsbögen eingetragenen

Daten wurden in der Vergangenheit vom Oesterreichischen Statistischen Zentralamt

ausgewertet und in einer Schüler - Gesundheitsstatistik veröffentlicht. Die Statistik gab nicht

nur Auskunft über den aktuellen Gesundheitszustand der Schuljugend, sondern auch über

etwaige Veränderungen und Entwicklungen.

1996 wurde die Schüler - Gesundheitsstatistik eingestellt. Die Schulärzte erheben die

Gesundheitsdaten der Schülerinnen angeblich allerdings weiterhin und leiten diese auch wie

bisher an die zuständigen Stellen weiter. Was unterbleibt, ist die Auswertung und Bearbeitung

der Daten. Die Erstellung einer Schüler - Gesundheitsstatistik ist auch im Sinne

vorsorgemedizinischer Intentionen eine sinnvolle Maßnahme. Negative Entwicklungen

können dadurch relativ frühzeitig erkannt und dementsprechend rasch behandelt werden.

Wenig sinnvoll ist es allerdings, die Daten weiter zu erheben, aber nicht zu verwerten.

Die unterzeichneten Abgeordneten richten deshalb an den Herrn Bundeskanzler nachstehende

ANFRAGE:

1. Ist es richtig, daß die Gesundheitsdaten der österreichischen Schülerinnen und Schüler

trotz der Einstellung der Schüler - Gesundheitsstatistik von den Schulärzten weiterhin

erhoben werden?

2. Falls ja, was passiert mit diesen Daten?

3. Welche Gründe waren für die Einstellung der Schüler - Gesundheitsstatistik

ausschlaggebend?

4. Wird von seiten Ihres Ressorts daran gedacht, die Erstellung einer Schüler

Gesundheitsstatistik wieder zu veranlassen?

5. Falls ja, wann soll die Wiederaufnahme erfolgen?