4296/J XX.GP
der Abgeordneten Mag. Trattner. Ing. Meischberger und Kollegen
an den Bundesminister für Inneres
betreffend „Studie über die Angst der Frauen im nächtlichen Innsbruck“
Mit Interviews von Frauen zwischen 15 und 83 Jahren in mehreren Innsbrucker
Stadtteilen versuchte Frau Andrea Greußing vom Universitätsinstitut für
Geographie an der Leopold - Franzens Universität die „Angsträume“ der
Innsbruckerinnen zu lokalisieren.
Ein Ergebnis Bei den Stadtteilen mit dem "gefährlichen Image“ ist eindeutig das
olympische Dorf Spitzenreiter, gefolgt vom Rapoldipark anderen Parkanlagen und
natürlich der Innpromenade.
Generell gesagt Wirklich wohl fühlt sich bei Dunkelheit kaum eine Frau in den
Straßen von Tirols Landeshauptstadt. Als besonders unheimlich werden
Tiefgaragen. unbeleuchtete Passagen und sichtbehinderndes Gebüsch
empfunden.
Dieses Studienergebnis stellt jedenfalls der Tourismusmetropole Innsbruck kein
allzu gutes Sicherheitszeugnis aus.
Die unterfertigten Abgeordneten stellen daher an den Herrn Bundesminister für
Inneres folgende Anfrage
1. Ist diese von Frau Andrea Greußing durchgeführte Studie schon Ihrem
Bundesministerium zur Kenntnis gelangt ?
a. Wenn nein, werden Sie diese Studie einer näheren Betrachtungsweise
unterziehen lassen ?
b. Wenn ja, als wie aussagekräftig beurteilen Sie die Ergebnisse dieser
Untersuchung ?
2. Werden diese Studienergebnisse Konsequenzen in sicherheitspolitischer
Hinsicht für Innsbruck nach sich ziehen ?
a. Wenn ja, können schon konkrete Maßnahmen angeführt werden ?
3. Wurden aufgrund dieser Studie schon konkret Gespräche mit der Tiroler
Sicherheitsdirektion und der Innsbrucker Stadtpolizei geführt ?
a. Wenn nein, werden derartige Gespräche
in Zukunft noch geführt werden ?
4. Weist auch die Innsbrucker Kriminalstatistik das Olympische Dorf, Stadtparks
und die Innpromenade als potentielle Gefahrenherde aus ?
a. Wenn nein, als wie aussagekräftig hat dann eine derartige Kriminalstatistik zu
gelten ?
5. Welche Überlegungen werden von Seiten Ihres Bundesministeriums
dahingehend angestellt, um die diversen Unsicherheitsherde wirksam entschärfen
zu können ?
6. Inwieweit wirken sich Wachzimmerverlegungen und etwaige
Dienstposteneinsparungen negativ auf die Sicherheit der Landeshauptstadt
Innsbruck aus ?
7. Inwieweit wurden schon Überlegungen dahingehend angestellt, gerade in der
Nacht den Polizeieinsatz auch zu Fuß massiv zu verstärken ?
8. Werden zu diesem Anlaß auch Dienstplanänderungen durchzuführen sein ?
9. Wie sieht die Situation in anderen vergleichbaren Städten in Österreich aus ?
10. Liegen zu diesem Themenkomplex auch schon andere Studien - bzw.
Untersuchungsergebnisse vor ?
a. Wenn ja, für welche Städte und zu welchem Ergebnis kamen diese ?