4393/J XX.GP
der Abgeordneten Dr. Keppelmüller
und Genossen
an den Bundesminister für Umwelt, Jugend und Familie
betreffend die Weiterentwicklung des Montrealprotokolles
Vor zehn Jahren wurde das Montrealprotokoll über Stoffe die zum Abbau der Ozonschicht
führen ausgearbeitet. Das seither in mehreren Schritten verschärfte Protokoll hat international
zu entsprechenden Ausstiegsterminen, die Einführung eines Lizensierungssystems im
Zusammenhang mit dem FCKW - Handel und der weiteren Reduktion noch erlaubter FCKW -
Anwendungen geführt.
Keine Fortschritte konnten allerdings auch bei der letzten Vertragsstaatenkonferenz beim
beschleunigten Verzicht auf teilhalogenierten FCKW erzielt werden. Trotz ständig steigender
Ozonlöcher über Antarktis und Arktis wurde der von der EU eingebrachte Vorschlag eines
schnellen Ausstiegs aus dem Verbrauch teilhalogenierten FCKW‘s in den Industrieländern
abgelehnt. Hingegen konnte die Beschleunigung des Ausstiegs aus der Verwendung von
Methylbromid ausverhandelt werden.
Die unterzeichneten Abgeordneten richten daher an den Bundesminister für Umwelt, Jugend
und Familie nachstehende
Anfrage
1. Welche zukünftige Verhandlungsposition wird die Europäische Union beim Ausstieg
von teilhalogonierten FCKW‘s einnehmen?
2. Können die Entwicklungsländer zu einem noch beschleunigteren Ausstieg von
Methylbromid animiert werden? Was ist die Europäischen Union bereit, hier finanziell
anzubieten?
3. Wie kann erreicht werden, daß auch in den Entwicklungsländern, wo nach den Regeln
des Montrealer Protokolls noch weiter FCKW‘s produziert werden können, diese
Produktion eingestellt wird?
4. Wie können Verstöße - so produziert z.B. die russische Föderation vertragswidrig
FCKW‘s - entsprechend bestraft werden?