4531/J XX.GP
der Abgeordneten Schmidt, Motter und PartnerInnen
an den Bundeskanzler
betreffend steuerliche Absetzbarkeit von Kunstankäufen
Am 28.11.1997 wurden zwei parlamentarische Anträge zum Thema
“Absetzbarkeit von Kunstankäufen und Kunstsponsoring” im Rahmen
einer Sitzung des Kulturausschusses behandelt. Zwei geladene
ExpertInnen gaben zu diesem Thema ihre Stellungnahmen ab und
standen für Fragen der Abgeordneten zur Verfügung.
Staatssekretär Dr. Peter Wittmann sagte den Abgeordneten zu, daß er
umgehend Verhandlungen mit VertreterInnen des Finanzministeriums
aufnehmen werde. Im Rahmen des Budgetausschusses vom 21. April
1998 erklärte der Bundeskanzler, daß diese Verhandlungen laufen
würden.
Die unterzeichneten Abgeordneten stellen daher an den Bundeskanzler
folgende
ANFRAGE
1.
Aus welchen Personen (Name und Funktion) setzt sich das obig
angesprochene Verhandlungsteam zusammen?
2.
Wann hat sich dieses Verhandlungsteam das erste Mal getroffen und
welche
Positionen kristallisierten sich dabei heraus?
3.
Gab es weitere Verhandlungsrunden? Wenn ja, mit welchen
Ergebnissen? Wenn nein, warum nicht?
4.
Können Sie sich eine steuerlichen Absetzbarkeit von Kunstankäufen und
Kunstsponsoring wie in Großbritannien, wo jegliches Kunst - und
Kultursponsoring zu 100 % als Betriebsausgabe absetzbar ist,
vorstellen? Wenn ja, welche konkreten Schritte werden Sie setzen?
Wenn nein: Warum nicht?
5.
Können Sie sich eine staatliche Komplementärfinanzierung von
Kunstsponsoring nach dem britischen System des “Pairing Scheme”
vorstellen? Wenn ja, welche konkreten Schritte werden Sie setzen?
Wenn nein, warum nicht?
6.
Können Sie sich ein Kunstsponsoringsystem wie in Baden - Württemberg
vorstellen, wo jede D - Mark, die aus der Wirtschaft bzw. von Individuen in
die Kunststiftung Baden - Württemberg fließt, vom Land Baden -
Württemberg komplementiert wird? Wenn ja, welche konkreten Schritte
werden Sie setzen? Wenn nein, warum nicht?