4541/J XX.GP
der Abgeordneten Petrovic, Freundinnen und Freunde
an den Bundesminister für Inneres
betreffend “‚Drogenparty”” im Wiener Sicherheitsbüro
Eine "Drogenparty” im Wiener Sicherheitsbüro hat im Mai 1996 für großes Aufsehen.
Dem Leiter des Referates, Franz Essl, kosteten der Vorfall den Job. Drei Beamte wurden
vom Dienst suspendiert. Tagelang wurde in den Medien über das turbulente Fest im
Sicherheitsbüro spekuliert. Nun wurden die Beamten lediglich wegen “unterlassener
Hilfeleistung”” zu jeweils drei Monaten bedingter Haft verurteilt.
Um nähere Informationen zu den Konsequenzen zu erhalten, stellen die unterfertigten
Abgeordneten an den Bundesminister für Inneres folgende
ANFRAGE
1. Welche strafrechtlichen Konsequenzen hatten die Vorfälle im Mai 1996 für die
Betroffenen? Welche Verfahren wurde in diesem Zusammenhang eingeleitet und wie
endeten diese?
2. Welche dienstrechtlichen Konsequenzen hatten die Vorfälle im Sicherheitsbüro für die
betroffenen Beamten insbesondere des damaligen Leiters des Referates?
3. Welche rechtlichen Schritte haben Ihr Ressort gegen die Beamten unternommen?
4. Lebt die Zeugin der Vorfälle noch in Österreich und welche Konsequenzen hatte ihre
Aussage?
5. Schließen Sie aus, daß die Zeugin der Vorfälle nicht inzwischen in ihr Heimatland
abgeschoben wurde? Wenn nein, warum?
6. Welche Vorkehrungen hat Ihr Ressort getroffen, damit derartige Vorfälle im
Sicherheitsbüro künftig ausgeschlossen sind?