4554/J XX.GP

 

der Abgeordneten  Mag. Dr. Maria Fekter

und Kollegen

an den Bundesminister für Justiz

betreffend die EU - Förderung für Maßnahmen zum Schutz von Gewaltopfern im Rahmen des

DAPHNE - Programms

Kinder, Jugendliche und Frauen werden besonders häufig Opfer von Gewalt. Die Europäische

Kommission fördert im Rahmen des DAPHNE - Programms Maßnahmen zum Schutz dieser

Bevölkerungsgruppen. Im aktuellen Haushaltsplan sind dazu drei Millionen ECU

(ca. 42 Mio. öS) für nichtstaatliche und gemeinnützige Organisationen vorgesehen. Die

Kommission fördert unter anderem Ausbildungs - und Austauschmaßnahmen, Studien sowie die

Informationsarbeit in Form von Konferenzen, Kampagnen und Broschüren. Außerdem

unterstützt sie Pilotprojekte mit einer europäischen Dimension.

Auch die österreichische Justizpolitik bekennt sich zu einem umfassenden Opferschutz. Dabei

bedient sie sich oft bestehender Vereine und Organisationen, die wichtige Arbeit im Bereich

der Gewaltprävention, der Information, der Ausbildung und der wissenschaftlichen

Gewaltforschung leisten.

Die unterzeichneten Abgeordneten richten daher an den Bundesminister für Justiz folgende

ANFRAGE:

1. Ist Ihnen die oben genannte EU - Förderung im Rahmen des DAPHNE - Programms

bekannt?

2. Haben Sie die österreichischen Vereine und Organisationen, die sich zum Teil in

Zusammenarbeit mit Ihrem Ressort für Information, Ausbildung, Forschung und

Prävention im Bereich des Gewaltopferschutzes einsetzen, von dieser Möglichkeit

informiert?

Wenn ja, in welcher Form?

Wenn nein, wann werden Sie die entsprechenden Informationen weitergeben?

3. Welche Vereine und Organisationen haben einen Antrag auf EU - Förderung gestellt?

4. Welche Projekte sollen damit gefördert werden?

5. Welche Maßnahmen werden in diesem Bereich von Ihrem Ressort gesetzt?

6. Welche Projekte von Vereine und Organisationen, die in diesem Bereich tätig sind, werden

von Ihrem Ressort gefördert?

7. Wie hoch ist die Förderung dieser Projekte aus den Mitteln Ihres Ressorts?