4721/J XX.GP

 

Anfrage

der Abgeordneten Dr. Josef Höchtl

und Kollegen

an den Bundesminister für Wissenschaft und Verkehr

betreffend Regionalisierung der Telefonbücher

Derzeit sind die Telefonnummern der Bewohner der 21 Gemeinden des Verwaltungsbezirkes

Wien - Umgebung in 4 verschiedenen regionalen Telefonbüchern nachzuschlagen.

So ist beispielsweise die Gemeinde Mauerbach im Wiener Telefonbuch zu finden, die

angrenzenden Gemeinden wie Gablitz und Klosterneuburg hingegen in den Telefonbüchern

für die Region NÖ/Süd - Ost bzw. Süd - West.

Dies führt dazu, daß Bürger, die einfach nur im Nachbarort anrufen wollen, oftmals

gezwungen sind, mehrere regionale Telefonbücher zuzukaufen.

Ebenso müssen alle Bürger des Bezirkes Wien - Umgebung, die nicht in Klosterneuburg

wohnen (Teilbezirk Gerasdorf - Region NÖ/Nord - Ost, Purkersdorf und Schwechat - NÖ/Süd -

Ost sowie die Gemeinde Mauerbach und die Stadt Schwechat - Regionaltelefonbuch Wien)

wenn sie Dienstleistungen in der Bezirkshauptstadt in Anspruch nehmen wollen, die

benötigten Telefonnummern bei der Auskunft erfragen, weil keine einzige der anderen

Gemeinden über das geeignete Telefonbuch verfügt.

Da bei der österreichischen Telefonauskunft zumeist mit einigen Minuten Wartezeit zu

rechnen ist und die derzeitige Sprechgebühr l ‚10 öS/Minute zu Büro - bzw. Geschäftszeiten

beträgt, ist dies mit nicht unerheblichen Kosten verbunden und führt bei den Telefonkunden

zu berechtigter Kritik.

Die unterzeichneten Abgeordneten richten in diesem Zusammenhang an den Bundesminister

für Wissenschaft und Verkehr nachstehende

Anfrage

1) Nach welchen Kriterien wurde die derzeit bestehende Regionaleinteilung bei den

Telefonbüchern, welche bereits zu jener Zeit erfolgte, in der die Post noch in den

Kompetenzbereich ihres Ministeriums fiel, vorgenommen?

2) Ist es Ihrer Meinung nach den Bürgern des Bezirkes Wien - Umgebung zumutbar, daß sie,

um mit Nachbargemeinden telefonieren zu können, zusätzlich 2 bis 3 Regionaltelefon -

bücher zukaufen müssen?

3) Vertreten Sie auch die Auffassung, daß jeder Bürger eines Verwaltungsbezirkes

zumindest ein Telefonbuch seiner Bezirkshauptstadt kostenlos zur Verfügung gestellt

erhalten sollte?