4859/J XX.GP
der Abgeordneten Smolle und PartnerInnen an den Herrn
Bundesminister für landwirtschaftliche Angelegenheiten
betreffend die Lipizzanerpferderasse
Zwischen Österreich und Italien werden betreffend die Lipizzaner
insbesondere über die Führung der Zuchtbücher und des Domizils der
Lipizzaner, teilweise recht polemische Auseinandersetzungen geführt.
Der Ort Lipica liegt in Slowenien, war vor dem ersten Weltkrieg Teil der
österreichisch - ungarischen Monarchie und in der Zwischenkriegszeit
italienisch. Nach dieser Ortschaft Lipica bekam das Gestüt seinen
Namen und hat auch dort seinen Ursprung. Sowohl Österreich als auch
Italien haben bei der Europäischen Kommission zur Führung des
Lipizzanerzuchtbuches angesucht. Die Lipizzanerfrage droht zu einer
Operette im Stile Österreich - Ungarns zu verkommen.
Die unterfertigten Abgeordneten richten in diesem Zusammenhang an
den Herrn Bundesmimster nachstehende Anfrage:
1.) Welche Maßnahmen wurden von Ihnen im Zusammenhang
mit der Führung des Zuchtbuches der Lipizzaner in
Richtung EU gesetzt?
2.) Ist Ihnen bekannt, ob seitens Sloweniens Ansprüche gestellt
wurden und welche?
3.) Betrachten sie auch Slowenien als anspruchsberechtigt?
4.) Welche Maßnahmen gedenken Sie zu setzen, um in Zukunft
diesen Streit beizulegen?