4877/J XX.GP
der Abgeordneten Mag. Herbert Haupt, Mag. Karl Schweitzer und Kollegen
an den Bundesminister für Umwelt, Jugend und Familie
betreffend Gesundheitsgefährdung durch Gaspendelleitungen an
österreichischen Tankstellen
Einem Bericht des Hessischen Rundfunk - und Fernsehsenders (HR) vom 15. Juli 1998
zufolge, sind an den Tankstellen in unserem Nachbarland Deutschland mehr als 60%
der Gaspendelleitungen defekt.
Die Absaugvorrichtung für das ausströmende Gas weist eine so hohe Anfälligkeit für
technische Gebrechen auf, daß ständige Reparaturen, wegen der zu hohen finanziellen
Belastung, nicht mehr möglich sind.
Die Gesundheitliche Beeinträchtigung einer neben dem Tankeinfüllstutzen stehenden
Person durch die ausströmenden schadstoffhaltigen Dämpfe reicht von einer
Hautallergie bis zur möglichen Krebsgefährdung. Der hessische Konsumentenschutz
warnt daher davor, bei dem Tankvorgang neben dem Einfüllstutzen stehenzubleiben.
Von Seiten des hessischen Umweltministers müßte überlegt werden, im Fall eines
technischen Fehlers der Gaspendelleitung, den Betrieb jeder betroffenen Zapfsäule
umgehendst einzustellen.
Die unterfertigten Abgeordneten richten daher
an den Bundesminister für Umwelt; Jugend und Familie die nachstehende
Anfrage:
1. Wer kontrolliert in Österreich die Funktionsfähigkeit dieser Anlagen?
2. Nach welchen Gesichtspunkten werden die bestehenden Anlagen überprüft?
3. In welchen Zeitabständen werden diese Kontrollen durchgeführt?
4. Welche Maßnahmen werden im Falle einer bestehenden Gesundheitsgefährdung
ergriffen?
5. Herrschen Ihrer Meinung nach in Österreich dieselben Verhältnisse wie in
Deutschland, wenn nein,
womit begründen Sie Ihre Meinung?
6. Wurde die Errichtung der Gaspendelanlagen in Österreich, in den einzelnen
Bundesländern von der öffentlichen Hand in irgendeiner Weise gefördert? Wenn
ja, um welche Förderungen handelt es sich dabei?