4959/J XX.GP
ANFRAGE
der Abg. DI Schöggl, Dr. Grollitsch, Graf, Dr. Krüger
an den Bundesminister für Wissenschaft und Verkehr
betreffend Kompetenzzentren
Das sogenannte K - Plus Programm - Kompetenz für Wissenschaft plus Wirtschaft
(Kompetenzzentren) - soll es Forschem aus Industrie und Wissenschaft
ermöglichen Forschungsprojekte in bestehenden Infrastrukturen (Universitäten
oder Vertragsforschungseinrichtungen) zu bearbeiten, wobei die
Forschungsprojekte selbst definiert werden können.
Finanziert werden sollen die Kompetenzzentren zu 60 % von der öffentlichen
Hand ( Bund, Länder, Gemeinden) und zu 40 % von beteiligten Unternehmen.
Weiters soll auch die größere Autonomie sowie die Teilrechtsfähigkeit der
Universitäten ein größerer Handlungsspielraum für Forschungsprojekte unter
Verwendung sogenannter "Drittmittel" - d.h. von der Wirtschaft an die
Universität fließende Gelder - entstehen.
Zur besseren Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft sollen die
Kompetenzzentren eingerichtet werden.
Für die Einrichtung der Kompetenzzentren sind nach Zeitungsmeldungen 150
Mill. S aus der ersten Technologiemilliarde vorgesehen. Die Finanzierung für
dieses Modell soll für 4 Jahre gesichert sein.
Die Bewerbungsfrist für die ersten Pilotprojekte ist Mitte Mai abgelaufen.
Im Jahr 1998 sollen 4 Kompetenzzentren eröffnet werden. Mittelftistig sollen
nach Medienberichten 10 bis 15 Kompetenzzentren entstehen.
Die unterfertigten Abgeordneten stellen daher an
den Bundesminister für Wissenschaft und Verkehr
folgende
ANFRAGE
1. Wieviele und welche Projekte für Kompetenzzentren wurden eingereicht?
(bitte detailliert anführen)
2. Welche Kompetenzzentren werden 1998 und in den Folgejahren eingerichtet, und
welche Mittel stehen
für die einzelnen Kompetenzzentren zur Verfügung?
3. Wie sehen das Auswahlverfahren und die Bewertungsrichtlinien für die
einzelnen Kompetenzzentren konkret aus, und entsprechen diese den
internationalen und den EU - Standards?
4. In welcher Form soll die Finanzierung dieses Programmes nach Ablauf der vier
Jahre erfolgen, sodaß die Weiterführung gewährleistet werden kann?
5. Welche Ressourcen, abgesehen von finanziellen Mitteln, werden speziell vorn BM
für Wissenschaft und Verkehr zur Verfügung gestellt?
6. In welcher Weise werden die bestehenden Forschungseinrichtungen
Forschungszentrum Seibersdorf, Arsenal und Joanneum Research in das K - Plus
Programm eingebunden?
7. Welche Kompetenzzentren sollen im Bundesland Steiermark eingerichtet
werden?
8. In welcher Weise werden die Programme bzw. die Arbeit der Kompetenzzentren
koordiniert?
9. In welcher Weise werden die Forschungs - und Entwicklungsergebnisse der
Kompetenzzentren vermarktet, soweit nicht Exklusivverträge zwischen Firmen
und Kompetenzzentren bestehen, bzw. ist an die Errichtung einer "F&E -
Marketing - Stelle" gedacht?