5052/J XX.GP
ANFRAGE
der Abgeordneten Mag. Haupt, Dr. Pumberger, Dr. Kurzmann und Kollegen
an die Frau Bundesminister für Arbeit, Gesundheit und Soziales
betreffend den Stellenwert der Fußgesundheit in Österreich
Die meisten Fußverkrüppelungen und Beinleiden sind nach neuesten Studien die
Folgen von modisch geformter oder nicht der natürlichen anatomischen Form des
Fußes entsprechenden Fußbekleidung.
Billige Konfektionsschuhe aus Ländern, bei denen die zur Schuherzeugung
notwendigen Leisten dem Skelett und den Weichteilformationen anthropologisch
ungleicher Populationen angepaßt sind, überschwemmen den heimischen Markt.
Aus modischen Gründen werden bereits Säuglingen von den Eltern die zur Kleidung
passenden Schuhe angezogen.
Dabei ist diesen Eltern gar nicht bewußt, daß sie bei ihren Kindern bereits in diesem
Alter den Grundstein zu späteren Fußleiden und den daraus folgenden Wirbelsäulen
und Haltungsschäden legen.
Krankenstände, Operationen und weitere damit verbundene gesundheitliche und
soziale Beeinträchtigungen sowie auch beträchtliche volkswirtschaftlich wirksame
Kosten sind die Folge.
Die unterfertigten Abgeordneten richten in diesem Zusammenhang an die
Frau Bundesministerin für Arbeit, Gesundheit und Soziales die nachstehende
ANFRAGE:
1. Welche Statistiken über Fußerkrankungen und ihre weiteren gesundheitlichen
Auswirkungen sind Ihrem Ressort bekannt?
2. Welche Informationen oder Maßnahmen zur Verbesserung des Stellenwertes der
Fußgesundheit im Bewußtsein der Öffentlichkeit werden von Ihrem Ressort
a. bei der Mutterberatung
b. in Kindergärten
c. in Elternberatungszentren
d. in Schulen
e. bei der Gesundenuntersuchung
f. für Betriebsärzte und ähnliche Einrichtungen
g. im Rahmen des “Fonds Gesundes Österreich”
angeboten?
3. Halten Sie diese Maßnahmen für ausreichend,
a. wenn ja, warum?
b. wenn nein, welche Maßnahmen sehen Sie vor?
4. Sind von Ihrem Ressort Maßnahmen für eine entsprechende Zusammenarbeit mit
der Schuhindustrie zu erwarten, wenn nein, warum nicht?