5070/J XX.GP

 

der Abgeordneten Petrovic, Freundinnen und Freunde

an den Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft

betreffend Kälbertransport

 

Am frühen Nachmittag des 9. Oktober wurde in Wiesenfeld (N.Ö.) ein LKW - Anhänger mit

Kälbern aufgefunden und erst spät am Abend abgeholt. Nicht nur, daß schon zu diesem

Zeitpunkt das österreichische Tiertransportgesetz - Straße erheblich verletzt worden war

(wesentliche Überschreitung der Transportzeit), der Transport ging auch noch weiter. Zu

klären ist darüberhinaus, ob diese Kälber nicht auf einem der Herodesschlachthöfe irn

Ausland gelandet sind.

 

Da der aufgezeigte Fall als symptomatisch dafür gesehen werden kann, daß die

Transportzeit wesentlich überschritten wird, stellen die unterfertigten Abgeordneten

folgende

 

ANFRAGE:

 

1. Im o.a. Fall liegt eine Anzeige bei der Gendarmerie St. Veit/Gölsen vor. Wie lange war

    die Dauer des Transportes? Was war der Zielort?

 

2. Was geschieht überlicherweise mit den Tieren (im Inland), wenn der Transporter spät am

    Abend am Zielort (Schlachthof) eintrifft?

 

3. In einem Film von Manfred Karremann ist an einer Ohrmarke deutlich zu erkennen, daß

    auch österreichische Kälber auf den Herodes -Schlachthöfen im Ausland landen. Was

    unternehmen Sie gegen diesen ““Kälbertourismus”?

 

4. Die "Herodesprämie” soll Ende 1998 auslaufen. Können Sie ausschließen, daß es eine

    Verlängerung auf EU - Ebene geben wird? Wenn ja, inwiefern?