5096/J XX.GP
ANFRAGE
der Abgeordneten Freund
und Kollegen
an den Bundesminister für Umwelt, Jugend und Familie
betreffend Resolution des oberösterreichischen Landtags zum FLAG
In den grenznahen Regionen zu Bayern kommt es des öfteren vor, daß Lehrlinge, die
österreichische Staatsbürger sind und ihren ordentlichen Wohnsitz in Österreich haben, im
grenznahen EU - Ausland eine Lehre absolvieren, aber in Österreich die Berufsschule
besuchen. Diese Lehrlinge werden jedoch auf Grund der geltenden Gesetzeslage als
“außerordentliche Schüler” betrachtet und haben somit weder Anspruch auf Schüleifreifahrt
noch erhalten sie kostenlos Schulbücher.
Dies wird von den betroffenen Lehrlingen, die, um überhaupt eine Lehre absolvieren zu
können, zum Teil Lehrstellen im grenznahen EU - Raum annehmen müssen, als ungerecht
empfunden.
Der oberösterreichische Landtag hat eine Resolution verabschiedet, in der die Novellierung
des Familienlastenausgleichsgesetzes dahingehend gefordert wird, daß auch diese Lehrlinge,
die im grenznahen EU - Raum eine Lehre absolvieren, aber in Österreich die Berufsschule
besuchen, in den Genuß der Schülerfreifahrt und der Schulbuchaktion kommen.
Die unterfertigten Abgeordneten stellen daher an den Bundesminister für Umwelt, Jugend und
Familie folgende
ANFRAGE
1) Ist Ihnen die oben geschilderte Problematik bekannt bzw. wieviele Lehrlinge sind Ihrer
Schätzung nach davon betroffen?
2) Sehen Sie Möglichkeiten, diese Benachteiligung für Lehrlinge mit einer Lehrstelle im
benachbarten EU - Raum aufzuheben?