5116/J XX.GP
ANFRAGE
der Abgeordneten Freund
und Kollegen
an die Bundesministerin für Frauenangelegenheiten und Verbraucherschutz
betreffend die Imagekampagne für Rindfleisch
Die voreiligen und unbedachten Äußerungen der Konsumentenschutzministerin haben für die
österreichischen Bauern und die Fleischwirtschaft einen geschätzten Schaden in der Gesamthöhe von
rund 210 Millionen Schilling verursacht.
Beim “Rindfleisch - Gipfel” am 26. August 1998 konnte die bäuerliche Interessensvertretung ein 7 Punkte
umfassendes Sofortprogramm erreichen. Unter anderem wurde durchgesetzt, daß eine
Imagekampagne in der Höhe von 60 Millionen Schilling für österreichisches Rindfleisch im In - und
Ausland vom Bund finanziert wird, um den Ruf des österreichischen Qualitätsprodukts Rindfleisch
wiederherzustellen.
Die unterzeichneten Abgeordneten stellen daher an die Bundesministerin für Frauenangelegenheiten
und Verbraucherschutz folgende
ANFRAGE:
1) Ist die Sachverhaltsdarstellung über die Vorgänge in jenem italienischen Labor, das durch die
falschen Untersuchungsergebnisse den Schaden verursachte, abgeschlossen? Wenn ja, was ist
der erwiesene Grund für die italienischen Anschuldigungen?
2) Wer ist Mitglied der eigens eingerichteten Arbeitsgruppe? Sind bereits Ergebnisse über die
ziffernmäßige Schadenshöhe bekannt bzw. hinsichtlich der Begründetheit einer
Schadenersatzklage durch die Republik Österreich oder eine der lnteressensorganisationen gegen
die italienischen Behörden?
3) Wurden bereits konkrete Marketing - und Werbemaßnahmen im Rahmen der vom Bund finanzierten
Imagekampagne für Rindfleisch ergriffen?
4) Wenn ja, mit welchem Erfolg?
5) Werden zusätzlich zum 7 - Punkte - Sofortprogramm der Bundesregierung von Ihnen persönlich
Schritte zur Schadenswiedergutmachung bei den betroffenen Rindfleischbauern unternommen?
6) Unterstützen Sie die Forderung nach rechtlicher Verankerung von Gegenkontrollen bei Vorliegen
positiver Untersuchungsergebnisse in nationalen Untersuchungslabors durch ein EU-
Referenzlabor? Haben Sie diesbezüglich bereits Gespräche geführt?
7) Ist es richtig, daß in Ihrem Auftrag derzeit im Bundeskanzleramt, Verfassungsdienst, die
Rechtmäßigkeit dieser Bundesmittel für die Imagekampagne geprüft wird?