5160/J XX.GP

 

ANFRAGE

 

der Abgeordneten Mag. Haupt, Dr. Pumberger, Dr. Kurzmann und Kollegen

an die Frau Bundesministerin für Arbeit, Gesundheit und Soziales

betreffend Aufnahme von “unerwünschten Hormonen”

 

In den verschiedensten Fach - und Populär - Zeitschriften werden in letzter Zeit Studien

über die Auswirkungen von Hormonen und hormonähnlichen Substanzen auf die

Fortpflanzungsfähigkeit, Karzinomhäufigkeit sowie Auswirkungen auf die Intelligenz

des Menschen mehrfach zitiert.

 

Der Hormonforscher und Gynäkologe Dr. Peter Frigo am AKH Wien verweist auf das

Ergebnis seiner Analysen der Abwasseranlage Simmering, wenn er von überhöhten

Hormongehalt der Abwässer spricht.

 

Auch das Schweizer Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft beabsichtigt nun

als Schwerpunkt der kommenden Jahre den Hormongehalt der Abwässer in

Kläranlagen und seine möglichen Auswirkungen zu prüfen.

 

In diesem Zusammenhang richten die unterfertigten Abgeordneten an die

Frau Bundesministerin für Arbeit, Gesundheit und Soziales die nachstehende

           

                                                       ANFRAGE

 

1. Sind Ihrem Ressort Studien zum Thema Hormonbelastung durch die Umwelt

    bekannt?

   Wenn ja, welche?

 

2. Sind von Seiten Ihres Ressorts Maßnahmen zum Schutz vor der Aufnahme

    “unerwünschter Hormone” geplant,

          a. wenn ja, welche?

          b. wenn nein, warum nicht?

 

3. Werden Sie die Ergebnisse der Schweizer Studie auch für Maßnahmen zum

    Schutz der Gesundheit in Österreich berücksichtigen,

          a. wenn ja, in welcher Form?

          b. wenn nein, warum nicht?