5408/J XX.GP

 

Anfrage

 

 

des Abgeordneten Wallner und Genossen BUDER

an den Bundesminister für Landesverteidigung

betreffend Zusammenlegung der Heeresmunitionsanstalten

Klagenfurt, Graz, Hieflau

 

 

Zur Zeit wird im Rahmen der Strukturanpassung des Österreichischen Bundesheeres die Ämt -

zerzusammenlegung der drei Heeresmunitionsanstalten Klagenfurt, Graz und Hieflau disku -

tiert. Das Kommando für die zu schaffende “Groß - Heeresmunitionsanstalt” soll im Bereich

Klagenfurt eingerichtet werden. Damit verbunden wäre die Schließung der Verwaltungsab -

teilungen der Heeresmunitionsanstalten Graz und Hieflau.

 

Allein am Standort Hieflau wären von dieser Maßnahme rund ein Drittel der Bediensteten

betroffen. Für diese wirtschaftlich ohnehin schwache Region, in der um jeden Arbeitsplatz

gekämpft werden muß, würde dieser Verlust an Arbeitsplätzen eine zusätzliche und daher

nicht hinnehmbare Schwächung bedeuten.

 

Vielmehr wäre es erstrebenswert das Kommando der “Groß - Heeresmunitionsanstalt in

Hieflau einzurichten, da dieser Standort über die dafür nötigen ausgezeichneten infrastruktu -

rellen Voraussetzungen verfügt. Viele obersteirische Gemeinden haben bereits solidarisch

eine dahingehende Resolution beschlossen und unterstützen Hieflau in dieser Angelegenheit.

 

Deshalb stellen die unterfertigten Abgeordneten an den Bundesminister für Landesverteidi -

gung folgende

 

                                               Anfrage:

 

1. Ist von Seiten ihres Ministeriums an eine Ämterzusammenlegung der drei Heeresmuniti -

onsanstalten Klagenfurt, Graz und Hieflau und damit an die Schaffung einer “Groß - Hee -

resmunitionsanstalt” mit gemeinsamen Kommando in Klagenfurt gedacht?

 

2. Wenn ja, würde damit die Schließung der Verwaltungsabteilungen in Graz und Hieflau

einhergehen?

 

3. Bis wann ist mit einer derartigen Zusammenlegung zu rechnen?

 

4. Welche Vorteile für das Österreichische Bundesheer versprechen sie sich durch diese Zu -

sammenlegung?

 

5. Wie viele Bedienstete würden am Standort Hieflau bei der Schließung der Verwaltungsab -

teilung ihren Arbeitsplatz verlieren ?

6. Werden die am Standort Hieflau abgebauten Bediensteten weiterbeschäftigt und müssen in

Zukunft nach Klagenfurt pendeln oder übersiedeln, oder werden sie in die Arbeitslosigkeit

entlassen?

 

7. Hat Ihrer Meinung nach das Österreichische Bundesheer nicht auch eine beschäftigungspo -

litische Verantwortung und sind Sie sich bewußt welch schweren Schlag der Verlust dieser

Arbeitsplätze für die ohnehin wirtschaftlich schwache Region Hieflau bedeuten würde?

 

8. Besteht nicht die Möglichkeit, falls eine Ämterzusammenlegung der drei Heeresmunitions -

anstalten nicht zu verhindern ist, das Kommando der neu geschaffenen “Groß - Heeresmuni -

tionsanstalt” in Hieflau einzurichten, besitzt doch dieser Standort alle dafür nötigen Voraus -

setzungen?