5539/J XX.GP

 

ANFRAGE

 

der Abgeordneten Dr. Povysil, Dr. Pumberger, Mag. Haupt, Haller

und Kollegen

an die Frau Bundesministerin für Frauenangelegenheiten und Konsumentenschutz

 

betreffend: Mifegyne und Schwangerschaftsabbruch

 

Ausgehend von der wahrscheinlichen Zulassung der Abtreibungspille MIFEGYNE in Österreich ist auch

die generelle Diskussion über Schwangerschaftsabbrüche neu aufgeflammt. Trotz einer breiten Palette

von Verhütungsmitteln und - methoden werden zahlreiche Schwangerschaftsabbrüche vorgenommen,

nach Schätzungen belaufen sich diese in Oberösterreich auf ca. 1269 im klinischen Bereich (1997)

 

Nachdem ein Schwangerschaftsabbruch durchwegs als die schlechteste Form der Geburtenregelung

betrachtet wird, scheint es angebracht, Maßnahmen zu setzen, damit es nur zu

Schwangerschaftsabbrüchen in Notsituationen kommt. Je mehr Informationen zur Verfügung stehen,

können um so effektiver Maßnahmen zur Vermeidung von Abbrüchen ergriffen werden.

 

In diesem Zusammenhang stellen die unterfertigten Abgeordneten

an die Frau Bundesministerin für Frauenangelegenheiten und Konsumentenschutz die nachstehende

 

 

ANFRAGE:

 

1. Können Sie statistisches Zahlenmaterial von Schwangerschaftsabbrüchen über Anzahl und Alter

    der Patientinnen, nach Bundesländern gegliedert, innerhalb und außerhalb des klinischen

    Bereiches in den einzelnen Bundesländern, bekanntgeben?

 

2. Mit welchen Maßnahmen werden Sie dazu beitragen, daß die Information junger Menschen über

    Sexualität, Verhütung und die Verantwortung dem Leben gegenüber, intensiviert wird?

 

3. Welche konkreten Maßnahmen werden Sie setzen, um Schwangerschaftsabbrüche bestmöglich

    zu minimieren bzw. ein “Ja zum Kind” zu erleichtern?