5540/J XX.GP
ANFRAGE
der Abgeordneten Dr. Povysil, Dr. Pumberger, Mag. Haupt, Haller
und Kollegen
an die Frau Bundesministerin für Arbeit, Gesundheit und Soziales (BMAGS)
betreffend: Mifegyne und Schwangerschaftsabbruch
Ausgehend von der wahrscheinlichen Zulassung der Abtreibungspille MIFEGYNE in Österreich ist auch
die generelle Diskussion über Schwangerschaftsabbrüche neu aufgeflammt. Trotz einer breiten Palette
von Verhütungsmitteln und - methoden werden zahlreiche Schwangerschaftsabbrüche vorgenommen,
nach Schätzungen belaufen sich diese in Oberösterreich auf ca. 1269 im klinischen Bereich (1997)
Nachdem ein Schwangerschaftsabbruch durchwegs als die schlechteste Form der Geburtenregelung
betrachtet wird, scheint es angebracht, Maßnahmen zu setzen, damit es nur zu
Schwangerschaftsabbrüchen in Notsituationen kommt. Je mehr Informationen zur Verfügung stehen,
können um so effektiver Maßnahmen zur Vermeidung von Abbrüchen ergriffen werden.
In diesem Zusammenhang stellen die unterfertigten Abgeordneten
an die Frau Bundesministerin für Arbeit, Gesundheit und Soziales (BMAGS) die nachstehende
ANFRAGE:
1. Können Sie statistisches Zahlenmaterial von Schwangerschaftsabbrüchen über Anzahl und Alter
der Patientinnen, nach Bundesländern gegliedert, innerhalb und außerhalb des klinischen
Bereiches in den einzelnen Bundesländern, bekanntgeben?
2. Mit welchen Maßnahmen werden Sie dazu beitragen, daß die Information junger Menschen über
Sexualität, Verhütung und die Verantwortung dem Leben gegenüber, intensiviert wird?
3. Welche konkreten Maßnahmen werden Sie setzen, um Schwangerschaftsabbrüche bestmöglich zu
minimieren bzw. ein “Ja zum Kind” zu erleichtern?