5641/J XX.GP

 

                                               Anfrage

 

der Abgeordneten Madl, Schweitzer und Kollegen

an die Bundesministerin für Unterricht und kulturelle Angelegenheiten

betreffend Bericht der Bundesregierung betreffend den Abbau der

Benachteiligungen von Frauen (III - 150 d.B.)

 

Entsprechend dem Vorwort der Bundesministerin für Frauenangelegenheiten und

Verbraucherschutz sollte durch den Bericht der Bundesregierung der Nationalrat in

die Lage versetzt werden, den jeweiligen Stand der Verwirklichung des Abbaus von

Benachteiligungen von Frauen festzustellen.

 

Zu diesem Zweck hat die Bundesregierung, jedes zweite Kalenderjahr dem

Nationalrat über die im Berichtszeitraum gesetzten Maßnahmen zum Abbau von

bestehenden gesellschaftlichen, familiären und wirtschaftlichen Benachteiligungen zu

berichten.

 

Der nun dem Gleichbehandlungsausschuß vorgelegte Bericht wurde von fast allen

Parteien kritisiert, da er noch zu unübersichtlich ist und keine Schlußfolgerungen aus

diesen Studien und Forschungsaufträgen erkennbar sind. Insbesondere sind Inhalt

und Ziele, Publikation und Verbreitung der Ergebnisse einiger Maßnahmen noch

unklar.

 

In diesem Zusammenhang stellen die unterfertigten Abgeordneten an die Frau

Bundesministerin für Unterricht und kulturelle Angelegenheiten folgende

 

                                               Anfrage:

 

1. Für welche konkreten Maßnahmen, mit dem Ziel der Erhöhung des

    Mädchenanteils an höheren technischen Lehranstalten, bildete die Studie

    Berufsorientierung von Mädchen die Grundlage?

 

2. Durch welche konkreten Maßnahmen wurde dem Nachholbedarf von Mädchen in

    bezug auf Technik nachgekommen?

 

3. Warum werden nicht mehr Kurse zum Thema “Technik, Handwerk und Neue

    Informationstechnologien” angeboten, obwohl bekannt ist, daß die Mädchen

    diese Schnupperkurse so gerne annehmen?

 

4. Durch welche konkreten Maßnahmen setzen die Lehrkräfte die

    Informationsmaterialien zum Thema “Mädchen und Technik” und

    “Berufsorientierung von Mädchen” in ihrem ohnehin viel zu überfüllten Lehrplan

    um?

    Welche Unterrichtsgegenstände befassen sich nun besonders verstärkt mit dieser

    Thematik?

 

5. Wie lauten die einzelnen Maßnahmen die bei der Berichtlegung auf Grund

    inhaltlicher Übereinstimmung zu dem Überbegriff Berufsorientierung von

    Mädchen zusammengefaßt wurden?

    Wie hoch sind die Kosten dieser Maßnahmen (einzeln und gesamt)?

6. Wie hoch wären die Kosten einer umfassenden Evaluierung der Ergebnisse und

    der (nachhaltigen) Auswirkungen der angeführten Maßnahmen auf die Zielgruppe

    “Mädchen und junge Frauen”, welche derzeit aus budgetären Erwägungen nicht

    möglich ist?

 

7. Durch welche konkreten Maßnahmen wird die verstärkte Thematisierung der

    Gewaltproblematik in der Schule umgesetzt?

 

8. Wie wird seitens Ihres Ressorts auf den erheblichen Bedarf an Information zum

    Thema Gewalt in der Schule reagiert?

 

9. Wie hoch wären die Kosten für eine ausführliche Evaluierung der Berichte der

    subventionierten Vereine?

 

10. Welche konkreten Vereine bieten Präventionsarbeit auch für Schulen an und

      werden dafür unterstützt?

 

11. Wie hoch sind die Subventionen für einschlägige Tätigkeiten und Maßnahmen für

      diese Vereine (einzeln und gesamt)?