5886/J XX.GP
der Abgeordneten Wallner
und Genossen
an den Bundesminister für Landesverteidigung
betreffend den Kasernenstandort St. Michael
In steirischen Medien wurde berichtet, daß beabsichtigt ist, das Jägerbataillon 37 ein
Milizbataillon - vom Standort St. Michael abzuziehen. Außerdem sei geplant, die
Betriebsversorgungsstelle St. Michael, in deren Zuständigkeitsbereich auch die Standorte
Eisenerz, Hieflau, Leoben, Liezen, Bad Mitterndorf und der Truppenübungsplatz Seetaler
Alpe fallen, zu schließen.
Im Hinblick auf die militärische und infrastrukturell günstige Lage des Standortes St. Michael
erscheinen diese geplanten Maßnahmen mehr als fragwürdig und bedeuten darüberhinaus eine
Schwächung des in St. Michael beheimateten Jägerregiment 10. Da es sich bei der Garnison
St. Michael um einen bewährten und modernen Kasernenstandort mit der entsprechenden
Infrastruktur handelt, sollten die vorhandenen Arbeitsplätze in vollem Umfang erhalten
bleiben.
Die unterzeichneten Abgeordneten richten daher an den Bundesminister für Landes -
verteidigung nachstehende
Anfrage:
1. Welche Beweggründe liegen dafür vor, das Jägerbataillon 37 vom Standort
St. Michael abzuziehen?
2. Welche Vorteile ergeben sich dadurch für die militärische Landesverteidigung?
3. Wieviele Arbeitsplätze sind durch diese Maßnahme am Standort St. Michael
betroffen?
4. Ist in diesem Zusammenhang auch an eine Schließung der Betriebsversorgungsstelle
St. Michael gedacht?
5. Wieviele Arbeitsplätze würden durch den Wegfall der Betriebsversorgungsstelle in
St. Michael verloren gehen?
6. Welche Maßnahmen werden getroffen, um den Standort St. Michael unter Nützung
der vorhandenen Infrastruktur im derzeitigen Umfang zu erhalten bzw. auszubauen?
7. Welche Möglichkeiten gibt es, den Standort St. Michael für eine geplante
Großfahrschule des Bundesheeres zu nützen?