6159/J XX.GP
Anfrage
des Abgeordneten Wallner Buder und Genossen
an den Bundesminister für Landesverteidigung
betreffend Heeresmunitionsanstalt Hieflau
Bereits in einer schriftlichen parlamentarischen Anfrage an den Bundesminister für Landes -
verteidigung im Dezember des Vorjahres wurde von den unterfertigten Abgeordneten auf die
große Sorge der Bevölkerung in der Obersteiermark um den Weiterbestand der Heeresmuniti -
onsanstalt Hieflau hingewiesen.
Grund dieser Sorge ist die geplante Zusammenlegung der Verwaltungsabteilungen der Hee -
resmunitionsanstalten Klagefurt, Graz und Hieflau und der daraus folgende Verlust von rund
einem Drittel der Arbeitsplätze am Standort Hieflau. Dies wäre für eine wirtschaftlich ohne -
hin sehr schwache Region ein harter Schlag.
In Beantwortung der Anfrage konnte der zuständige Bundesminister die Befürchtungen be -
treffend dem Standort Hieflau nicht entkräften verwies auf die im Zuge der Verwaltungsre -
form notwendige Straffung von Organisationselementen im Bereich der Administration. Nä -
here Details würden erst nach Abschluß dieser Untersuchungen bekannt gegeben werden
können.
Zur allgemeinen Überraschung widersprachen hochrangige Vertreter des Bundesministeriums
für Landesverteidigung den Aussagen ihres Ministers, indem sie nämlich in einer Pressekon -
ferenz versicherten, der Standort Hieflau stünde nicht zur Diskussion. Die Vertreter des Mini -
steriums sprachen von absichtlich herbeigeführter Verunsicherung im Bundesheer und in der
Bevölkerung.
Deshalb stellen die unterfertigten Abgeordneten an den Bundesminister für Landesverteidi -
gung folgende
Anfrage:
1. Wie erklären sie sich die Aussagen der hochrangigen Vertreter ihres Ministeriums?
2. Entsprechen diese Aussagen der Wirklichkeit?
3. Warum konnten sie im Rahmen der Beantwortung der schriftlichen parlamentarischen An -
frage keine ebenso klare und eindeutige Stellungnahme abgeben?
4. Sind die in ihrer Anfragebeantwortung angesprochenen Untersuchungen zur Verwaltungs -
reform im Bereich der Heereresmunitionsanstalten bereits abgeschlossen und wenn ja, zu
welchen Ergebnissen haben diese Untersuchungen geführt?
5. Ist der Vorschlag zur Schließung der Heeresmunitionsanstalt Hieflau aus ihrem Ministeri -
um gekommen, oder wurde er von außen an das Bundesministerium für Landesverteidigung
herangetragen und wenn ja, von wem?
Der Zeitungsausschnitt aus der „Obersteirischen Zeitung“
im Frühjahr 1999 konnte nicht gescannt werden !!!