6233/J XX.GP

 

ANFRAGE

 

der Abgeordneten Dr. Partik - Pablé, Dkfm. Bauer

und Kollegen

an die Bundesministerin für Frauenangelegenheiten und Verbraucherschutz

betreffend geplanter Abbau von öffentlichen Telefonzellen

 

Medienberichten zufolge plant die Post -  und Telekom Austria (PTA) in den nächsten Jahren

den Abbau von rund 10.000 öffentlichen Telefonzellen.

Die PTA nennt für dieses Vorhaben wirtschaftliche Gründe: der anhaltende Handy - Boom und

auch die Einführung des Euro machen öffentliche Zellen unrentabel.

 

Von der Schließung betroffen sind vor allem jene Telefonzellen, die den Mindestumsatz von

10.000.- Schilling pro Monat nicht erreichen. Laut einer EU - Richtlinie muß allerdings eine

flächendeckende Versorgung mit öffentlichen Telefonzellen gewährleistet sein.

Die unterfertigten Abgeordneten richten daher in diesem Zusammenhang an die Frau

Bundesministerin für Frauenangelegenheiten und Verbraucherschutz nachstehende

 

ANFRAGE:

 

1) Ist es richtig, daß die PTA die Schließung von 10.000 öffentlichen Telefonzellen plant?

 

2) Welche Standorte sind von der Schließung betroffen?

 

3) Wie soll gewährleistet sein, daß Menschen, die kein mobiles Telefon benützen, auf

     Telefonzellen nicht verzichten müssen?

 

4) Könnten durch eine Umrüstung auf Telefonwertkarten öffentliche Telefonzellen in

     erforderlicher Anzahl erhalten bleiben?

 

5) Wie groß ist der jährliche Schaden an öffentlichen Telefonzellen, die durch Vandalismus

     und / oder Diebstahl oder Mißbrauch entstehen, aufgegliedert nach Bundesländern?