6290/J XX.GP

 

ANFRAGE

 

der Abgeordneten Gerhard Reheis

und Genossen

an den Bundesminister für Wissenschaft und Verkehr

betreffend gesetzliche Regelung hinsichtlich die Errichtung von Sendestationen für

Mobiltelefone

 

Das Handy entwickelt sich zu einem Lieblingsspielzeug der Österreicher. Die Nutzung

desselben erfordert aber ein dichtes Netz an Sendestationen. Derzeit gibt es in Österreich

bereits mehr als 2000 Sendeanlagen. Über die Gesundheitsschädlichkeit dieser Sende - und

Funkantennen gibt es noch keine eindeutigen Gutachten. Es bilden sich überall

Bürgerinitiativen, die gegen die Errichtung solcher Mobilfunkantennen kämpfen. Speziell

gemeinnützige Wohnbaugesellschaften sind bestrebt, solche Sendemasten unmittelbar bei

ihren Wohnungsbauten zu installieren. Auch an Schulen und öffentlichen Gebäuden werden

Sendeantennen montiert.

 

Die unterzeichneten Abgeordneten richten daher an den Bundesminister für Wissenschaft und

Verkehr nachstehende

 

Anfrage:

 

1. Gibt es bereits rechtliche Möglichkeiten für Anrainer, die Errichtung solcher

    Sendemasten im unmittelbaren Wohngebiet zu verhindert?

 

2. Wie beurteilen Sie ein Mitspracherecht für Mieter von Genossenschaftswohnungen

    bei der Aufstellung von Sendeanlagen für Mobiltelefone in ihrem unmittelbaren

    Wohnbereich?

 

3. Wie beurteilen Sie ein Mitspracherecht für Bedienstete bzw. betroffene Eltern bei der

     Installation von Sendemasten an öffentlichen Gebäuden bzw. Schulen?