6294/J XX.GP

 

ANFRAGE

 

 

der Abgeordneten Mag. Haupt, Dr. Pumberger und Kollegen

an die Frau Bundesministerin für Arbeit, Gesundheit und Soziales

betreffend Hepatitis C (HCV) - Broschüre des Gesundheitsministeriums

 

 

 

Aufgrund der langjährigen Forderungen der Hepatitis Liga Österreich ist - seit kurzer

Zeit - die zur Aufklärung von Patienten und Ärzten notwendige Broschüre über

Hepatitiserkrankungen erhältlich.

 

 

 

Die unterfertigten Abgeordneten richten in diesem Zusammenhang an die Frau

Bundesministerin für Arbeit, Gesundheit und Soziales nachstehende

 

 

 

ANFRAGE

 

1. Wie hoch war die Auflage der Broschüren und sind weitere Auflagen geplant?

 

2. An wen wurden die Broschüren versendet bzw. abgegeben?

 

3. Wie viele Betroffene und wie viele Ärzte haben die Broschüre bisher angefordert?

 

4. Wie erfolgte die Ankündigung der Telefonnummer - unter welcher die Broschüre

    angefordert werden kann - in den Medien?

 

5. Wo wurde die Broschüre zur freien Entnahme aufgelegt?

 

6. Wurde die Broschüre zur freien Entnahme an die Leberambulanzen,

    Gesundheitsämter, Krankenkassen etc. verschickt, und wenn ja, tatsächlich

    aufgelegt?

 

7. Wurden die Telefonnummern und Adressen der Hepatitis Liga Österreich (HLÖ),

    welche seit Jahren - ehrenamtlich und nicht subventioniert - die äußerst wichtige

    Aufgabe der Aufklärung im Sinne der Prävention und die Betreuung von

    Betroffenen übernommen hat, sowie der österreichweit vorhandenen

    Selbsthilfegruppen in den Folder aufgenommen? Wenn nein, warum nicht, und

    werden die Telefonnummern und Adressen in zukünftigen Auflagen angeführt?

 

8. Gibt das Ministerium an interessierte Anrufer der Servicenummer bzw. am

    Broschürentelefon Auskunft über die Hepatitis Liga Österreich und die

    Selbsthilfegruppen, und sind die aktuellen Telefonnummern im Ministerium

    bekannt? Wenn nein, welche Maßnahmen werden Sie ergreifen das zu ändern?

9. Wurde für die Texterstellung der Informationsbroschüre

    a. die Hepatitis Liga Österreich

    b. der wissenschaftlicher Beirat der HLÖ

    c. ein qualifizierte Hepatologe

    herangezogen? Wenn nein, warum nicht?

 

10. Warum bekommt die Hepatitis Liga Österreich für ihre Arbeit und Leistung

      keinerlei Subventionen?

 

11. Ist es vorgesehen, der Hepatitis Liga für ihre Tätigkeit in Zukunft finanzielle

      Unterstützung zu gewähren? Wenn nein, warum nicht?

 

12. Sieht das Ministerium eine Subvention für den in Wien vom 8. - 9. Oktober

       stattfindenden ,,1. europäischen Leberschutztag“ und dem Ärzte- und

      Journalistensymposium - an welchem europäische Spitzenreferenten teilnehmen -

      vor?

 

13. Wann wird die Petition der HLÖ, eingereicht am 9.7.1998, im Parlament

      behandelt?

 

14. Wurde von Seiten Ihres Ressorts, über den Vorschlag des Justizministeriums, einen

      verschuldensunabhängigen Fonds für HCV - Betroffene einzurichten, diskutiert und

      wurden Maßnahmen ins Auge gefaßt? Wenn ja, wie lauten die Ergebnisse, wenn

      nein, warum nicht?

 

15. Wann werden HCV - Betroffenen und deren Angehörigen Einrichtungen zur

      unbürokratischen Information und psychologischen Betreuung zur Verfügung

      stehen?