6404/J XX.GP
der Abgeordneten Dr. Willi Brauneder
und Kollegen
an den Bundeskanzler
betreffend ,,Architekturbudget“
In der 171. Sitzung des Nationalrats, XX. GP berichtete der Staatssekretär im
Bundeskanzleramt Dr. Peter Wittmann in seinen Ausführungen zum Kunstbericht 1997 unter
anderem wie folgt: „Wir haben das Architekturbudget um 10 Millionen Schilling erhöht."
Dazu erwähnte Staatssekretär Dr. Wittmann, daß es gelungen sei, mit den Österreichischen
Bundesbahnen ein Kooperationsübereinkommen zu treffen, wonach bei den Neubauten von
Bahnhöfen in Österreich zeitgenössische Architektur zur Anwendung kommen soll.
In diesem Zusammenhang stellen die unterfertigten Abgeordneten an den Bundeskanzler
nachstehende
Anfrage:
1. Auf welche Summe beläuft sich das von Staatssekretär Dr. Wittmann erwähnte
,,Architekturbudget“ des Bundes im Zeitraum von 1997 bis inklusive 1999?
2. Welchen konkreten Inhaltes ist das Kooperationsübereinkommen, welches Sie mit den
Österreichischen Bundesbahnen bezüglich zeitgenössischer Architektur bei Neubauten von
Bahnhöfen getroffen haben?
3. Insbesonders: Betrifft das Abkommen nur Neubauten oder auch Umbauten von
Bahnhöfen?
4. Wer entscheidet bei Bahnhofsbauten über Erhalt historischer Bausubstanz bzw. Abbruch
und Neubau?
5. Kann zufolge der erwähnten Förderung ein Neubau für die ÖBB kostengünstiger werden
als eine stilgerechte Renovierung?
6. Für welche konkreten
Bahnhofsbauten wurden bisher Förderungsmittel beantragt?
7. Für welche konkreten Bahnhofsbauten wurden bisher Förderungsmittel vergeben?
8. Welchen Architekten wurden bislang bei welchen konkreten Neubauten, oder eventueller
Umbauten von Bahnhöfen, Fördermittel aus dem Architekturbudget des Bundeskanzleramtes
zuerkannt?
9. Wurden für den ÖBB - Bahnhof Baden Förderungsmittel beantragt? Wenn ja, warm?
10. Erhielt das Architekturbüro Schreieck&Henke, weiches mit der Neugestaltung des
Badener Bahnhofes beauftragt wurde Fördermittel aus dem Architekturbudget des
Bundeskanzleramtes? Wenn ja, in welcher Höhe?