6429/J XX.GP
der Abgeorndneten Haidlmayr, Freundinnen und Freunde
an die Bundesministerin für Arbeit,Gesundheit & Soziales
betreffend fehlende Rehabilitationseinrichtungen im psychiatrischen/psychosozialen Bereich
Der Anteil von psychisch beeinträchtigten/psychisch kranken Menschen ist mit ca. 30 % an
der Gesamtbevölkerung sehr hoch. Psychische Krankheiten führen zu den längsten
Krankenhausaufenthalten von allen Diagnosegruppen. (5 % aller Krankenhausfälle, 11 %
aller Krankenhaustage).
Bei der Ursache für Frühpensionierungen liegen psychische Krankheiten an zweiter bzw.
dritter Stelle und die Zunahme der Arbeitsunfahigkeitsfälle beträgt bei psychischen
Krankheiten ca. 25 %.
Obwohl im ASVG Rehabilitation als Pflichtleistung festgeschrieben wurde und nach dem
Grundsatz „Rehabilitation vor Pension“ gehandelt werden sollte, gibt es in ganz Österreich
keine medizinisch/therapeutische Rehab ilitationseinrichtung für Menschen mit psychischen
Krankheiten oder Beeinträchtigungen.
Die unterfertigten Abgeordneten stellen daher folgende
ANFRAGE:
1) Warum gibt es Österreich für Menschen mit psychischen Krankheiten oder
Beeinträchtigungen keine Möglichkeit der medizinischltherapeutischen Rehabilitation?
2) Was werden Sie unternehmen, um diesen gravierenden Mißstand zu beseitigen?
3) Ist der Aufbau von Rehabilitationseinrichtungen für Menschen mit psychischen
Krankheiten oder Beeinträchtigungen geplant?
Wenn ja, wann kann damit gerechnet werden?
Wenn nein, warum nicht?